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Eisfloh Nicole schlägt jetzt zu

Boxen Eisfloh Nicole schlägt jetzt zu

Nicole Strak hebt die Grenzen auf. Die bald 15-jährige Schülerin des Albert-Schweitzer-Gymnasiums war mal eine hoffnungsvolle Eiskunstläuferin, holte Landesmeisterschafts-Medaillen und war ein Ass im Rollkunstlauf. Jetzt ist sie binnen eines Jahres zu einer deutschen Spitzenboxerin beim AKBC Wolfsburg gereift, sagt knallhart: „Ich möchte eine Medaille bei der WM!“ Bei der U-17-WM wohlgemerkt.

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Hebt die Grenzen auf: Nicole Strak war einst Eiskunstläuferin und ist jetzt beim AKBC Wolfsburg zu einer Spitzenboxerin gereift.

Die WM beginnt in knapp drei Wochen in Taiwan. Mit dem Nationalteam fliegt die Wolfsburgerin am 10. Mai los. Ihre Eltern drücken die Daumen. „Die stehen voll hinter mir“, sagt die Schülerin. Drei Wochen schulfrei hat ihr das ASG für Vorbereitung und WM gewährt, „weil ich ein sehr gutes Zeugnis hatte“, sagt sie.

An fünf Tagen in der Woche trainiert sie, „ist ein Riesentalent“, sagt Trainer Antonino Spatola, der schon Patrick Wojcicki maßgeblich mit zum Olympiastarter formte. Das Training findet in der gleichen Halle statt wie das für Rollkunstlauf. Eines Tages hatte Strak einfach mal gefragt, ob sie einsteigen könnte.

Der Coach hat nicht nur ein Auge für Talente, er setzt sich auch für sie ein. Die Kosten für Straks WM-Teilnahme übernimmt der deutsche Verband nicht, aber Spatola weiß: „Wenn sie nicht startet, verbaut ihr das vielleicht etwas.“ Und so organisierte er Sponsorengelder.

Am vergangenen Wochenende startete Strak noch bei einem internationalen Riesen-Kickboxturnier in Innsbruck, gewann ihre drei Kämpfe und den Titel in ihrer 46-Kilo-Klasse (WAZ berichtete). „Boxen ist mir allerdings lieber“, sagt die selbstbewusste Sportlerin.

Beim Eis- und Rollkunstlauf war sie Stürze gewöhnt, vor Schmerzen beim Boxen hat sie keine Angst, vor Verletzungen auch nicht. Strak: „Wir sind gut geschützt.“ Und zweitens lässt sie sich nicht gern schlagen, sagt: „Mit der richtigen Deckung kriegt man nicht viel ab.“

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