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„Einstellungssache“: Henning redet Klartext

Frauenfußball „Einstellungssache“: Henning redet Klartext

Das viel zu knappe 3:2 des Wolfsburger Bundesligisten gegen Jena kann die Diskussion über die Einstellung der VfL-Fußballerinnen nicht komplett stoppen. Nationalspielerin Josephine Henning legt nach einer schwachen zweiten Halbzeit den Finger in die Wunde und spricht Klartext: „Man hat gesehen, was mit Motivation alles geht - und was ohne gar nicht mehr geht.“

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Klare und treffende Worte: VfL-Nationalspielerin Josephine Henning (r.) kritisiert die Einstellung ihres Teams im Jena-Spiel.

Quelle: Imago

In der ersten Halbzeit hatte der VfL dominiert, nach der Pause geriet er in arge Bedrängnis. Als Grund für die unterschiedlichen Abschnitte macht Henning allein eine Sache verantwortlich: „Das hat bei uns nichts mit Können zu tun, sondern ist eine Einstellungssache.“ Die Nationalspielerin erläutert, was sie meint: „In der ersten Hälfte haben wir exakt das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Es kann aber nicht sein, dass in der zweiten Halbzeit dann die Motivation flöten geht. Da wurde alles zu sehr auf die leichte Schulter genommen und gedacht, dass alles von allein geht. Da hat man gesehen, was uns fehlt.“

Die Quittung gab es in Form der beiden späten Gegentore, die den sicher geglaubten Sieg doch noch wackeln ließen. „Das ganze Team hat defensiv nicht mehr gearbeitet, wir waren nicht mehr kompakt und immer ein bisschen zu spät“, so Henning. „Nach dem ersten Gegentor habe ich gedacht, dass wir aufwachen müssten, aber wir sind weiter hinterhergelaufen.“

Die Verteidigerin sprach ausdrücklich nur über die Probleme im Jena-Spiel und wollte die Mentalitätsfrage nicht verallgemeinern. Trainer Ralf Kellermann meinte zu den Aussagen: „Das sehe ich nicht so. Wir hatten das Spiel im Griff. Dass die Konzentration abhanden ging, könnte ich unterschreiben.“

rs

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