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Conny Pohlers: „Ich muss mich bei ihnen jeden Tag bedanken“

AZ-WAZ-Serie Conny Pohlers: „Ich muss mich bei ihnen jeden Tag bedanken“

Welt- und Europameisterin, zwei Olympiamedaillen, 15 Titel auf Vereinsebene, genau 300 Spiele in der eingleisigen Bundesliga und dabei dreimal Torschützenkönigin - Conny Pohlers ist eine der erfolgreichsten deutschen Fußballerinnen. Beim VfL hat die Stürmerin jetzt ihre Karriere beendet. Und in der WAZ schaut sie darauf zurück.

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„Sieben Jahre war ich alt, als ich das erste Mal im Verein Fußball gespielt habe. Ich kann mich noch an die ersten Trainingstage erinnern. Ich war in der Jungenmannschaft der Betriebssportgemeinschaft des Wohnungsbaukombinates 67 Halle-Neustadt, wie es damals bei uns hieß. Ich war genauso akzeptiert wie alle anderen auch, obwohl ich ein Mädchen war. Mir wurden die Bälle von Beginn an zugespielt. Und als die Jungs gemerkt haben, dass ich Tore schieße, erst recht.

Ich hatte insgesamt nie Probleme damit, dass ich als Mädchen Fußball spiele. Meine Freunde, die Familie, die Nachbarn - alle fanden es toll. Meine Eltern kamen aus dem Bereich. Mein Papa hat im lokalen Bereich gespielt und war immer so stolz auf mich, dass er all meine Spiele, Tore und die Berichte über mich aufgeschrieben und gesammelt hat. Und meine Mutter war mal Torschützenkönigin bei Chemie Buna Schkopau. Ich muss mich eigentlich jeden Tag bei den beiden bedanken, dass sie mich immer so unterstützt haben; mit Reisen, Fußball-Klamotten und so weiter.

Aber auch meinem ersten Trainer bin ich bis heute dankbar, er war wohl der wichtigste in meiner Karriere. Bodo Neumann hieß er, und er begleitete mich bis zum 14. Lebensjahr beim FSV 67 Halle, wie mein Heimatverein dann nach der Wende genannt wurde. Bis ich 16 war, habe ich dort gespielt, die letzten beiden Jahre für die Frauenmannschaft. Dann kam ein ganz großer Schritt für mich...“

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