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Conny Pohlers: „Dann hinterfragt man...“

AZ-WAZ-Serie - Teil 5 Conny Pohlers: „Dann hinterfragt man...“

Welt- und Europameisterin, zwei Olympiamedaillen, 15 Titel auf Vereinsebene, genau 300 Spiele in der eingleisigen Bundesliga und dabei dreimal Torschützenkönigin - Conny Pohlers ist eine der erfolgreichsten deutschen Fußballerinnen. Beim VfL hat die Stürmerin jetzt ihre Karriere beendet. Und in der WAZ schaut sie darauf zurück.

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Eins von nur 67 Länderspielen: Torjägerin Conny Pohlers erzielte am 25. Oktober 2001 beim 9:0 gegen Portugal in Wolfsburg fünf Treffer.

„Wenn ich auf mein Fußball-Leben zurückschaue, muss ich sagen: Ich würde alles noch einmal so machen. Es war alles perfekt. Ich habe immer zum richtigen Zeitpunkt die Vereine gewechselt und alles erreicht.

Dass ich nur 67 Länderspiele habe, kann ich mir nicht selbst vorwerfen. Ich habe immer mein Bestes gegeben. Wenn man dann Torschützenkönigin wird und keine Berücksichtigung in der Nationalmannschaft findet, dann hinterfragt man schon mal, was da los ist. Aber ich habe meinen Frieden mit allem gemacht.

Es ist ja alles gut gegangen. Auch in der schwersten Zeit meiner Karriere. 2008 wurde in meinem Knie ein Knorpelschaden diagnostiziert, und keiner der Ärzte wusste weiter. Ich hatte das Gefühl: Das war‘s mit Fußball. Heute denke ich: Mein Körper brauchte nur mal eine Pause. Die hat er sich eineinhalb Jahre lang genommen. Dann kam ich wieder und wurde Torschützenkönigin von der Bank aus. Denn in dieser Saison war ich bei Frankfurt nur der Joker.

Und so bleiben tolle Erinnerungen und sogar mindestens eine Freundschaft fürs Leben: Mit Navina Omilade habe ich gefühlte 100 Jahre zusammengespielt, und sie hatte auch einen gewissen Anteil an meinem Wechsel nach Wolfsburg.

Manchmal wünschte ich nur, noch einmal zehn Jahre jünger zu sein. Dann würde ich die heutigen Möglichkeiten, im Ausland spielen zu können, viel mehr nutzen. 2003 bei Atlanta Beat in der US-Profiliga mit und gegen die Besten der Welt zu spielen, war einfach das Größte.“

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