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Conni Pohlers: „Das perfekte Abschiedsspiel“

AZ-WAZ-Serie - Teil 1 Conni Pohlers: „Das perfekte Abschiedsspiel“

Welt- und Europameisterin, zwei Olympiamedaillen, 15 Titel auf Vereinsebene, genau 300 Spiele in der eingleisigen Bundesliga und dabei dreimal Torschützenkönigin - Conny Pohlers ist eine der erfolgreichsten deutschen Fußballerinnen. Beim VfL hat die Stürmerin jetzt ihre Karriere beendet. Und in der WAZ schaut sie darauf zurück.

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Blumen für eine große Dame des Fußballs: Conny Pohlers wurde vor dem Meisterschaftsfinale am Sonntag offiziell verabschiedet. Erfolgreicher als die Stürmerin war kaum eine.

„Was für ein letztes Spiel! Schöner hätte ich mir das Drehbuch für meinen Abschied gar nicht selbst schreiben können: Erst Champions-League-Sieger, dann auch noch mal deutscher Meister vor solch einer geilen Kulisse mit einem solch dramatischen Spielverlauf. Das war das perfekt organisierte Abschiedsspiel!

Unser Trainer hatte mit seiner Vision fast Recht. Vor dem Wochenende hatte er ja geahnt: Es steht unentschieden, ich komme fünf Minuten vor Schluss ins Spiel und erziele das Siegtor zur Meisterschaft. Nun ja, das Tor habe nicht ich, sondern Alex Popp gemacht. Aber das ist überhaupt nicht schlimm. Hauptsache, ich habe noch einmal gespielt. Wenn ich ehrlich bin, war mir das schon wichtig. Die 300 Bundesliga-Spiele vollzumachen, war eine besondere Marke, die ich erreichen wollte.

Es war emotional! Ich denke, mir nimmt es keiner übel, dass ich schon bei der Verabschiedung vor dem Spiel die ersten Tränen im Auge hatte. Da wird einem schon bewusst, dass es bald vorbei ist. In den vergangenen Wochen hatte ich mich immer wieder dabei ertappt, dass ich mir gesagt habe: Jetzt machst du zum letzten Mal Krafttraining, dann die letzte Mannschaftseinheit, die letzte Besprechung. Und dann kam die letzte Einwechslung meiner Karriere.

Viel an mich und meine Situation habe ich da allerdings nicht gedacht. Ich hatte nur Bilder vor Augen, wie dieser Ball noch einmal reingehen soll. Den Moment, als es dann wirklich soweit war, werde ich nie vergessen!“

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