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Alexandra Popp: „Können eine Schippe drauflegen“

Frauenfußball-Bundesliga Alexandra Popp: „Können eine Schippe drauflegen“

Es geht wieder los: Die VfL-Fußballerinnen starten heute (13 Uhr, live bei Eurosport) mit der Bundesliga-Partie gegen den BV Cloppenburg ins neue Jahr. Mit dabei ist die zuletzt angeschlagene Stürmerin Alexandra Popp. Mit der Wolfsburger Nationalspielerin sprach WAZ-Sportredakteur Robert Schreier.

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Will mit ihren Teamkolleginnen heute gleich wieder jubeln: VfL-Stürmerin Alexandra Popp (2. v. r.) und Co. empfangen Cloppenburg.

WAZ : Die Generalprobe am vergangenen Wochenende hatten Sie wegen eines eingeklemmten Nervs verpasst. Klingt nach einer typischen Alex Popp...
Popp : Diesmal kann ich aber Entwarnung geben. Ich hatte zwar oft in Vorbereitungszeiten Pech. Aber jetzt ist es nicht dramatisch. Ich bin einsatzfähig.

WAZ : Und Sie scharren schon mit den Hufen, dass es wieder los geht?
Popp : Klar! Ich will lieber spielen als zu trainieren und diese wunderschönen Läufe zu machen. Wir brennen auf den Start.

WAZ : Ist ein Sieg gegen Cloppenburg gleich Pflicht, wenn man Meister werden will?
Popp : Es ist immer schwierig, sich im ersten Spiel nach einer Pause wieder einzufinden – egal, gegen welche Mannschaft. Cloppenburg ist zudem aber auch noch schwer einzuschätzen. Die spielen gegen große Mannschaften schon mal stark und gegen kleine schwach. Wir tun gut daran, ihnen gleich unser Spiel aufzuzwingen. Denn ich denke, dass unsere nächsten drei Spiele richtungweisend sein können.

WAZ : Also geht‘s gleich von null auf hundert?
Popp : Ja, mit einem Sieg gegen Cloppenburg sind wir wieder Tabellenzweiter. Dann spielen wir gegen Frankfurt das letzte Hinrunden-Spiel – also quasi um die Herbstmeisterschaft. Und vor dem Algarve-Cup geht‘s dann auch noch zu den Bayern, die ebenfalls ein harter Brocken sind.

WAZ : In der Tabelle ist es sehr eng. Muss man sich Sorgen machen, dass der VfL am Ende die Champions League verpasst?
Popp : Unser Ziel ist es, unter die ersten Zwei zu kommen, keine Frage. Aber Angst, es nicht zu schaffen, ist nicht dabei. Wir wissen, was wir können.

WAZ : Für das, was Sie können, wurden Sie nun ein halbes Jahr lang fast durchgängig geehrt. Wie wirkt sich dieses Triple immer noch auf die Mannschaft aus?
Popp: Wir freuen uns, dass unsere Leistung anerkannt wird. Das gibt auch Ansporn, daran anzuknüpfen. Aber ich finde, man muss auch jetzt mal damit abschließen. Diese Saison ist neu, gewinnen werden wir jetzt höchstens zwei Titel.

WAZ : Führt der Meistertitel in dieser Saison nur über die wieder erstarkten Frankfurterinnen?
Popp : Sie spielen in der Tat eine ordentliche Saison. Aber auch Potsdam ist nie zu unterschätzen. Die dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.

WAZ : Man könnte meinen, der Sieg in der Champions League ist nach dem Ausscheiden von Lyon sogar der leichter zu erreichende Titel...
Popp : Wir wollen nach Lissabon ins Finale. Bisher war dieser Wettbewerb für uns immer das i-Tüpfelchen. Da wir aber in dieser Saison nicht mehr im DFB-Pokal dabei sind, würde ich sagen: Die Champions League ist ein komplettes I.

WAZ : Der VfL hat im vergangenen Sommer alles gewonnen, mischt jetzt wieder ganz vorn mit. Kann sich diese Mannschaft noch steigern?
Popp : Ich finde, dass wir zum Ende der Hinrunde nicht das Beste gespielt haben, was wir leisten können. Da können wir eine Schippe drauflegen – gerade, wenn ich daran denke, dass wir nicht so effektiv vor dem Tor waren.

WAZ : Sie haben in dieser Saison viermal getroffen – meinen Sie sich auch selbst?
Popp : Jede sollte sich fragen, ob sie vor dem Tor immer so konzentriert war, dass es gereicht hat. Richtig üben kann man Torabschlüsse nicht. Man muss einfach abgezockt sein. Ja, ich muss in Sachen Trefferquote noch einiges drauflegen.

WAZ : Wie nah sind Sie an Ihrer Bestform?
Popp : Körperlich fühle ich mich fitter als ich es je war. Wenn nun auch noch die Chancenverwertung zurückkommt, bin ich wieder voll da.

rs

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