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5:2! Wundertüte stürmt an die Spitze

Badminton – 2. Bundesliga 5:2! Wundertüte stürmt an die Spitze

Gifhorn. Diese Wundertüte überzeugte: Das neuformierte Team des BV Gifhorn legte einen starken Start in die Saison der 2. Badminton-Bundesliga hin: Gegen die SG EBT Berlin gab es ein 5:2. Damit blieben nach der neuen Zählweise zwei Punkte in Gifhorn, die Gäste gingen leer aus. Und: Der BVG ist Spitzenreiter!

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Gute BVG-Debüts: Vilson Vattanirappel (v.) sowie Helina Rüütel (kl. Bild, v. l.) und Kristin Kuuba überzeugten.

Quelle: Sebastian Preuß

„Ich bin stolz auf die Teamleistung und stolz auf die Einstellung“, sagte BVG-Trainer Hans Werner Niesner – und meinte mit letzterem vor allem Dennis Friedenstab und Yannik Joop. Die hatten das zweite Doppel zwar verloren, danach aber im Einzel (Friedenstab) und Mixed (Joop) noch ganz wichtige Siege für Gifhorn eingefahren.

Erstaunlich war der Erfolg im Mixed. Joop und die Estin Helina Rüütel lernten sich erst in der Halle kennen. „Es war auch das erste Mal, dass ich mit einer Linkshänderin spiele. Dafür lief‘s super“, sagte Joop und fügte schmunzelnd hinzu: „In der Vorsaison musste ich fünf Monate auf meinen ersten Sieg warten. Der Druck ist jetzt schon mal weg.“

So blieb der BVG in fünf von sieben Matches der Sieger. Nur Alicia Molitor musste ihr Einzel gegen Lisa Deichgräber noch abgeben – doch in zwei der drei Gewinnsätze war die 17-Jährige ganz nah dran. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Molitor zumindest einen davon gewonnen hätte? „Ich hatte noch Kraft“, sagte das BVG-Talent, während die Berlinerin nach dem Erfolg pumpen musste. Doch so verhinderte Deichgräber, dass Gifhorn am Ende die vollen drei Punkte einfuhr.

Aber der BVG konnte mit diesem 5:2 gut leben – weil die Wundertüte keine bösen Überraschungen enthielt. Im Gegenteil: Sie war gut gefüllt. Kristin Kuuba, Rüütel und Vilson Vattanirappel hatte Niesner nie zuvor spielen gesehen, sagte: „Die beiden Estinnen sind der Hammer – und auch bei Vilson sieht man, dass Maurice uns keinen Schlechten vermittelt hat.“

Der Ösi harmonierte im Doppel an der Seite von Maurice Niesner, gewann danach das Top-Einzel. Und auch  wenn im weiteren Saisonverlauf weitaus schwerere Gegner als Robert Franke auf Vattanirappel warten, so sagte  der Wiener: „Ich habe konstant gespielt und mein Bestes gegeben – das war aber noch nicht mein Maximum.“

Ein Maximum an Spannung hatte kurz zuvor Friedenstab aufgebaut. Seinen 3:1-Sieg gegen Jann Raupach tütete er mit einem 15:14 ein: „Nach zwei Sätzen hatte ich den Faden ein bisschen verloren, aber am Ende hat‘s geklappt.“ Und so hatten nicht nur die Ausländer, sondern auch die eigenen Talente großen Anteil am wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.

BV Gifhorn - SG EBT Berlin 5:2
1. Herren-Doppel: Vattanirappel/Niesner – Lehmann/Zimmermann   11:7, 11:8, 11:3
1. Damen-Doppel: Kuuba/Rüütel – Deichgräber/Buchert   11:9, 11:7, 11:8
2. Herren-Doppel: Joop/Friedenstab – Franke/Raupach   10:12, 9:11, 6:11
Damen-Einzel: Molitor – Deichgräber   5:11, 10:12, 8:11
Mixed: Joop/Rüütel – Zimmermann/Buchert   11:5, 11:13, 12:10, 11:6
2. Herren-Einzel: Friedenstab – Raupach   11:7, 11:8, 9:11, 15:14
1. Herren-Einzel: Vattanirappel – Franke   11:5, 11:2, 11:8

von Maik Schulze

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