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Wolff beim Skyrace in der Schweiz: Aus dem Bunker auf den Berg

Leichtathletik Wolff beim Skyrace in der Schweiz: Aus dem Bunker auf den Berg

Im Bunker unter der Erde herrscht totale Dunkelheit, dann gehen Punkt sechs Uhr morgens alle Lichter automatisch an. Die letzte Nacht vorm Skyrace Sierre-Zinal (Schweiz) hatte für Arne-Christian Wolff ein jähes Ende gefunden.

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Steil, aber nicht steil genug: Arne-Christian Wolff musste die 31 Kilometer beim Skyrace durchlaufen.

Quelle: www.Marathon-Photos.com

Klingt nicht nach der perfekten Vorbereitung. Doch 31 Kilometer später hatte der Jelpker die 2200 Meter Höhenunterschied in 3:21:44,9 Stunden überwunden.

Damit war er im Endklassement zwar nur 118., aber immerhin von über 1300 Teilnehmern zweitbester Deutscher. „Natürlich hatte ich mir eine bessere Platzierung erhofft, aber ich habe einen verdammt guten Wettkampf gemacht, bin stolz auf diese Zeit und Leistung“, zog Wolff ein positives Fazit.

Denn in der Schweiz bekam es der Jelpker „mit der Weltelite im Trail- und Berglaufen“ zu tun. „So etwas trifft man vermutlich auf keiner deutschen Trailveranstaltung an“, so Wolff.

Das Skyrace in der Schweiz - für den Jelpker war es wieder eine Grenzerfahrung. 25 Kilometer am Stück ging es nur steil bergauf. Leider nicht steil genug. „Ich hätte mir gewünscht, dass es zu steil zum Laufen wäre, um in den Gehschritt zu kommen und andere Muskelgruppen zu beanspruchen“, erklärt der Jelpker.

So musste er sich den Schlussanstieg ab Kilometer 18 hochquälen, erst beim Abstieg kam er ins Rollen. „Ich bin den Berg hinabgeflogen, die letzten 500 Meter auf einer Teerstraße gehörten dann mir.“

Wäre da noch die Sache mit dem Bunker - wieso der Jelpker vorm Rennen unter Tage schlief? Weil er es vorher nicht wusste! „Ich war überglücklich, einen der letzten Plätze in der Massenunterkunft bekommen zu haben - bis ich sie gesehen habe. Da habe ich meine Entscheidung bereut“, so Wolff. Immerhin: „Ab Mitternacht habe ich gut geschlafen.“ Bis um sechs Uhr die Beleuchtung ansprang…

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