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Wilder Jubel und FCB-Gefühl

Fußball-Kreisliga Gifhorn Wilder Jubel und FCB-Gefühl

Wilsche. Bernd Huneke wusste, dass er ins Risiko geht. Gleich auf mehreren Positionen krempelte der Coach des Fußball-Kreisligisten VfR Wilsche/Neubokel seine Mannschaft vor dem Topspiel gegen Spitzenreiter VfL Vorhop um, darunter die komplette Innenverteidigung. Heraus kam ein imposantes 4:0, das die Wilscher auf Platz eins hievte – und zu Jubelläufen animierte.

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Kaum zu bändigen: Wilsches Mehmet-Ali Gümüs feiert sein 2:0 gegen Vorhop erst allein, dann mit Trainer Bernd Huneke - und kann sein Glück auch danach nicht recht fassen.

Quelle: Cagla Canidar (4)

Vorhops Keeper Christian Graf entschärfte gleich reihenweise VfR-Chancen. Diese aber nicht. In der 55. Minute lief Mehmet-Ali Gümüs, erstmals für Wilsche im linken Mittelfeld aktiv, aufs VfL-Gehäuse zu, „und wir haben alle damit gerechnet, dass er am Torwart vorbeigeht“, so Huneke. Stattdessen wählte Gümüs einen sehenswerten Lupfer. Es war das 2:0 – und der Start zu einem wilden Jubelsturm.

Mit weit ausgebreiteten Armen ging‘s in Richtung Ersatzbank, wo der Torschütze erst einmal seinen Coach herzte. „Die Chemie im Team stimmt also“, kommentierte Huneke schmunzelnd – und fügte mit Blick auf Gümüs hinzu: „Er hatte kurz zuvor eine 100-prozentige Chance vergeben, hat sich deshalb wohl besonders gefreut. Außerdem kommt es ja nicht so häufig vor, dass er trifft.“ Die restlichen VfR-Tore erzielte Jonas Piep. „Und das als Aushilfsstürmer“, so Huneke beeindruckt. „Er bewegt sich gut, und drei Dinger muss man erst mal machen.“

Damit reist Wilsche jetzt als Ligaprimus ins Ausland – ein Gefühl, das sonst meist nur der FC Bayern München bei seinen internationalen Einsätzen kennt. Von Freitag bis Montag weilt der VfR-Tross in Gifhorns griechischer Partnerstadt Xanthi. Huneke: „Es gibt einige offizielle Termine.“ Und vielleicht auch ein Testspiel gegen den Erstligisten Skoda Xanthi, auf dessen Anlage die Wilscher in einem Vier-Sterne-Hotel residieren. „Noch ist nicht ganz raus, wer unser Gegner ist“, so der VfR-Trainer. „Aber wird freuen uns ohnehin riesig auf den Trip.“

von Nick Heitmann

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