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„Unglückliche Aktion“ kostet den Titel-Hattrick

Judo-DM „Unglückliche Aktion“ kostet den Titel-Hattrick

André Breitbarth ging in die Knie, über seine Lippen huschte ein Fluch. „Sch....“ Gerade hatte sich der Schwergewichts-Judoka im DM-Finale durch ein Missgeschick um den erhofften Titel-Hattrick gebracht. Bereits bei der Siegerehrung in der Bonner Hardtberghalle lächelte der Leiferder zwar wieder, doch er war auch etwas ratlos…

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Gleich ist‘s vorbei: André Breitbarth (v.) wurde im Finale gegen Thomas Pille 2:43 Minuten vor Kampfende (siehe Kreis) disqualifiziert.

Silber gewonnen oder Gold verloren? „Das ist schwer zu sagen“, so Breitbarth. „Ich bin nicht riesig enttäuscht, wollte aber natürlich meinen Titel verteidigen.“ Und er schien auf dem besten Weg zu sein, war im Finale gegen Thomas Pille (JC 90 Frankfurt/Oder) der aktivere Athlet.

Auch in der entscheidenden Szene nach 2:17 Minuten Kampfzeit. Der 24-Jährige schilderte die „unglückliche Aktion“ bei seinem Wurfansatz so: „Ich hatte eine enorme Spannung auf meinem rechten Arm, habe dann den Griff verloren, bin abgerutscht - und mit der Hand gegen sein Bein gekommen. Das war keine Absicht.“

Obwohl letztere laut Reglement die Voraussetzung für eine Disqualifikation ist, entschied der Kampfrichter nach kurzer Beratung trotzdem auf Ippon-Sieg für Pille. „Drastisch“ fand DM-Kommentator Alexander von der Groeben (startete früher für den VfL Wolfsburg) die Bestrafung Breitbarths. „Zuvor hatte André einen souveränen und sicheren Eindruck gemacht.“

Der Leiferder hatte zunächst Dennis Kary (Bayer Leverkusen) mit Ippon bezwungen. Im Halbfinale zog dann Sven Heinle (SV Fellbach) den Kürzeren, weil er zwei Shidos (Strafen) mehr auf dem Konto hatte als Breitbarth. Dessen dritter DM-Sieg am Stück schien zum Greifen nah, doch der unabsichtliche Fehlgriff ließ den Traum platzen. „Das passiert mir nicht nochmal“, sagte der 24-Jährige. „Und besser jetzt als bei den Olympischen Spielen…“

nik

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