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Schiris am Limit: Über 70 Einsätze!

Fußball Schiris am Limit: Über 70 Einsätze!

Über 70 Spiele in einer Saison? Was nicht einmal von Profifußballern erwartet wird, ist für manchen Schiedsrichter im Kreis Gifhorn bittere Realität. „Der Grund ist bekannt. Wir haben zu wenig Unparteiische“, weiß Schiri-Ansetzer Stefan Kalberlah, der mit dieser Situation alles andere als zufrieden ist: „Denn das bringt auch Risiken mit sich…“

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Mittendrin statt nur dabei: Gifhorns Schiedsrichter pfeifen am Limit, manch einer kommt sogar auf über 70 Einsätze in einer Saison.

Quelle: Photowerk (cc)

Eigentlich könnte ein Unparteiischer auch nur 18 Partien pro Saison pfeifen. Kalberlah: „Das ist die im Kreis Gifhorn festgelegte Mindestanzahl an Spielleitungen.“ Würde jeder Referee sich daran halten, wären knapp 2700 Partien mit einem Schiedsrichter besetzt. „In der vergangenen Saison waren aber bei über 4000 Spielen neutrale Leiter dabei, da ein Unparteiischer im Schnitt 25 Einsätze auf sich nimmt“, so der Gifhorner Ansetzer.

Im Schnitt 25, in der Spitze über 70 Spielleitungen in einer Saison - Kalberlah bereitet der hohe Einsatz seiner Kollegen Sorgen. „Besonders Jung-Schiedsrichter könnten durch zu viele Ansetzungen die Lust am Pfeifen verlieren, bei den Älteren besteht wiederum ein erhöhtes Ausfallrisiko“, weist der Ansetzer auf die Risiken hin. Und: „Bei Überbelastung kann ein Nachlassen der Konzentration die Folge sein“, sagt Kalberlah, der deshalb anmahnt: „Bei den derzeit rückläufigen Schiedsrichter-Zahlen wird letztlich auch die Anzahl der unbesetzten Spiele noch wachsen.“

Denn, so Kalberlah: „Das Wohl des Menschen und seine Gesundheit sollten auch bei den Schiedsrichtern im Vordergrund stehen und aus Fürsorge gegebenenfalls lieber ein Spiel unbesetzt bleiben.“

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