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Schiris: „Ansehen muss sich ändern“

Fußball – AZ/WAZ-Kolumne Schiris: „Ansehen muss sich ändern“

Dennis Laeseke, Lehrwart des Fußball-Kreises Gifhorn, hätte diese AZ/WAZ-Schiri-Kolumne gern genutzt, um über einen erfolgreichen Anwärter-Lehrgang zu berichten. Doch der fand aufgrund der zu geringen Meldungen gar nicht erst statt.

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Kaum neue Schiri-Anwärter: Für Gifhorns Kreis-Lehrwart Dennis Laeseke (kl. Bild) hat das auch mit dem Profi-Fußball (gr. Bild, l. Referee Patrick Alt mit Duisburgs Stanislav Iljutcenko) zu tun.

Quelle: dpa

Grund genug für Laeseke, sich Gedanken zu machen: „Meine persönliche Meinung ist, dass dieses Ehrenamt immer weiter die Anerkennung verliert, die es verdient.“ Viel zu oft würde bei der Suche nach neuen Referees die Gegenfrage „Das soll ich mir antun?!“ gestellt werden.

Ein Grund ist für Laeseke die Berichterstattung über den Profi-Fußball: „Für mich wird viel zu selten der Aspekt beleuchtet, dass der Schiedsrichter keine dritte Zeitlupe und fünf verschiedene Kameraperspektiven zur Verfügung hat, um in Sekundenbruchteilen eine Entscheidung zu treffen.“

Für den Lehrwart ist klar: „Schiedsrichter treffen eine falsche oder vermeintlich falsche Entscheidung nicht mit Absicht. Sie sind Menschen, und Menschen machen Fehler - genauso wie Spieler und Trainer.“ Deren Patzer würden aber nicht so heiß diskutiert werden, so Laeseke.

Die Referees, die Spieltag für Spieltag treu auf Kreisebene pfeifen und sich „leider viel zu oft einiges gefallen lassen müssen“, verdienen Respekt, sagt der Lehrwart. Es sei schade, dass nicht genügend Interessenten für die Lehrgänge gefunden werden, obwohl diese kostenfrei sind und das Ehrenamt einige Anreize zu bieten hat. Laeseke: „Meine Überzeugung ist, dass wir erst wieder Schiedsrichter dazugewinnen, also mehr ausbilden als uns verlassen, wenn sich das Ansehen dieses Hobbys ändert.“

  • Der nächste Lehrabend findet am Freitag (19 Uhr) in der IGS Sassenburg statt.
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