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SVG-Titanic: Jetzt wird gerudert

Frauenfußball SVG-Titanic: Jetzt wird gerudert

Nach dem sang- und klanglosen Oberliga-Abstieg in der Vorsaison verloren die Fußballerinnen der SV Gifhorn auch in dieser Spielzeit die ersten fünf Partien. „Wir waren fast wie die Titanic“, sagt Coach Mark Winkelmann - und fügt angesichts des versöhnlichen Endes des ersten Landesliga-Halbjahres (Platz fünf) grinsend hinzu: „Jetzt rudern wir wieder, wenn auch langsam.“ Und mit wenig Personal.

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Bitterer Start: Die SVG (h.) lief anfangs nur hinterher.

Quelle: Photowerk (mpu)

So wellenartig die Hinserie für Gifhorn verlief (erst vier Liga- und eine Pokalniederlage, dann fünf Siege und zuletzt erneut zwei Pleiten in Folge), so konstant war das Verletzungspech. „Mehr als elf, zwölf Spielerinnen hatte ich eigentlich nie zur Verfügung“, so Winkelmann seufzend. Eine Begegnung musste sogar kampflos abgegeben werden.

Trotzdem war der SVG-Coach immer überzeugt, dass irgendwann die Wende kommt. Der Zeitpunkt überraschte ihn dennoch. Nur eine Woche, nachdem sein Team das Kellerduell mit dem FC Eisdorf nach 3:0-Führung mit 3:4 verloren hatte, gab‘s beim SV Bad Lauterberg einen 5:1-Sieg. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt Winkelmann. „Da haben wir gezeigt, dass wir Potenzial besitzen.“

Und das ist längst noch nicht ausgereizt. Schließlich hatte der Trainer vor der Saison gleich acht B-Juniorinnen hochgezogen. Mittelfeld-Strategin Tatjana Polze und Torjägerin Daniela Glindemann („Sie schießt aus allen Lagen und trifft die unmöglichsten Dinger“) sollen die jungen Wilden führen. „Ihnen fehlt zwar noch die nötige Abgeklärtheit, aber fußballerisch können sie locker mithalten“, lobt Winkelmann die Talente.

Bis Ende der Spielzeit soll zumindest der fünfte Rang behauptet, danach weiter auf die eigene Jugend gesetzt werden. Aber nicht ausschließlich. Der Coach: „Es wäre schön, wenn sich Gifhorn auch für auswärtige Spielerinnen wieder zu einem interessanten Standort entwickeln würde.“

nik

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