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Premiere beim BV Gifhorn: Weniger Spiele, kürzere Sätze

Badminton: Bundesliga-Reformen Premiere beim BV Gifhorn: Weniger Spiele, kürzere Sätze

Gifhorn. Kürzere Sätze, weniger Spiele: In Gifhorn griffen zum Zweitliga-Start des BV Gifhorn erstmals die Reformen der Badminton-Bundesligen. „Mit Erfolg“, sagt Trainer Hans Werner Niesner - und das hat nichts mit dem 5:2-Erfolg gegen die SG EBT Berlin zu tun. Der erste Eindruck: Aus einem Kaugummi-Spieltag ist ein knackiges Sportevent geworden.

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„Spannender“: Gifhorns Yannick Joop (hier mit Helina Rüütel) steht der neuen Zählweise positiv gegenüber.

Quelle: Sebastian Preuß

Wo früher drei- bis fast vierstündige Duelle keine Ausnahme bildeten, kann nun in weniger als zwei die Entscheidung fallen. Exakt 1:58 Stunden nach dem ersten Aufschlag war das Duell zwischen Gifhorn und Berlin beendet - und das liegt nicht nur am Wegfall des 3. Herren-Einzels. „Die Reform war lange fällig. Vier Stunden am Stück sind einem Nicht-Badminton-Verrückten schwer zu vermitteln“, weiß Niesner. „Vier Stunden in der Halle. Das geht ja eigentlich nur mit Musik und Alkohol - und dann hast du eine Fete“, sagt der Coach und fügt hinzu: „Jetzt haben wir ein Sportevent. Und auch wenn es jetzt drei statt zwei Gewinnsätze sind, verkürzt es die Zeit ungemein.“

Da ein Durchgang nun bis elf und nicht bis 21 Punkte ausgespielt wird, geht‘s früher in die Vollen. Ist ein Gegner deutlich überlegen, zieht sich ein Spiel nicht hin. Treffen sich die Kontrahenten auf Augenhöhe, wird‘s schnell dramatisch. „Das ist spannender“, sagt Gifhorns Yannick Joop nach der Premiere, der spürte, dass es auch schnell mal hektisch werden kann.

Deshalb liebäugeln auch einige Asse noch mit der 21-Punkte-Regelung. „Dann hat man mehr Zeit“, so Gifhorns Estin Kristin Kuuba, die allerdings mit Landsfrau Helina Rüütel bewies, wie man in den kurzen Sätzen auftritt, im ersten Durchgang gleich mit 4:0 vorn lag.

Denn: „Wenn du direkt mit zwei, drei Punkten hinten liegst, ist es schwer aufzuholen“, weiß Teamkollege Dennis Friedenstab, der sich mit der neuen Zählweise auch erst einmal anfreunden musste. Als es in der Satzverlängerung seines Einzels 14:14 stand, fragte er leise beim coachenden Leif-Olav Zöllner nach, ob bei 15 Schluss sei. Friedenstab schmunzelnd: „Ganz sicher war ich mir nicht.“ Dafür eiskalt. Er machte den Punkt, holte das 4:2.

Trotzdem hatte das letzte Einzel von BVG-Ösi Vilson Vattanirappel Bedeutung. Berlin hätte sich bei einem 3:4 einen Zähler erspielt. Niesner: „Vorm letzten Ballwechsel ist oft nicht alles entschieden.“

von Maik Schulze

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