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Peter Kluge: Olympia-Blues und WM-Verzicht

Rudern-Weltcup Peter Kluge: Olympia-Blues und WM-Verzicht

Dortmund. Der Traum von einem Start bei Olympia in Rio ist für Peter Kluge bereits vor einigen Wochen geplatzt. Doch fast vier Jahre Arbeit für einen unerfüllten Traum hinterlassen ihre Spuren. Nicht täglich, doch es gibt immer wieder Nadelstiche. Wie am Dienstag.

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Noch eine Regatta: Peter Kluge (l.) und Clemens Ernsting starten kommende Woche in England, danach ist die aktuelle Saison für den Glüsinger beendet.

Quelle: Detlev Seyb

„Es ist schon ungewohnt, wenn es auf dem Stützpunkt in Dortmund so leer ist“, sagt der Glüsinger. Gähnend leere Flure, weil die Olympia-Fahrer ins Trainingslager nach Völkermarkt abgereist sind.

Ohne Kluge in Österreich. Auch als Ersatzmann für Brasilien ist er nicht dabei, Bundestrainer Ralf Holtmeyer hat sich anders entschieden, bot dem 25-Jährigen stattdessen an, mit seinem Partner Clemens Ernsting (Berlin) im Zweier mit Steuermann bei der WM der nicht-olympischen Bootsklassen im August zu starten - Medaillenchance inklusive. Doch das Duo entschied sich dagegen. „Dann hätten wir jetzt weiter mit Vollgas trainieren und alles andere weiter zurückstellen müssen“, so Kluge. Doch es gibt ja auch ein berufliches Leben außerhalb des Bootes - und das solle erst einmal „nicht so extrem hintanstehen“. Aber nicht falsch verstehen: Zurücktreten vom Profisport will der 25-Jährige deshalb noch lange nicht.

Am Wochenende startete er mit Ernsting beim Weltcup im polnischen Posen, wurde Zehnter. Zum Saisonabschluss geht‘s nächste Woche zur traditionsreichen Henley-Royal-Regatta nach England, wo beide am „The Silver Goblets & Nickalls‘ Challenge Cup“ teilnehmen.

Für die kommende Ruder-Saison werden die Karten am Dortmunder Stützpunkt dann neu gemischt, es wird frische Gesichter geben. Ob Kluge und Ernsting ein Duo bleiben, ist offen. „Man muss sehen, wie es weitergeht. Mal gucken, was sich der Bundestrainer für mich vorstellt“, so Kluge. Holtmeyer habe ihm gesagt, dass es jetzt noch nicht gereicht habe, Kluge vielleicht noch nicht so weit gewesen sei. „Auch das gehört dazu“, sagt der 25-Jährige.

Wie ein Gang über den leeren Flur, der ihm einen Nadelstich versetzt. Alles menschlich. Doch nicht unmöglich, dass seine Zeit noch kommt...

von Maik Schulze

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