Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Nur Remis! Gutknechts Karriere vorbei?

Boxen Nur Remis! Gutknechts Karriere vorbei?

Bedeutet das erste Karriere-Remis gleichzeitig das Karriere-Aus bei den Box-Profis? Noch nie war die sportliche Zukunft des Westerbecker Halbschwergewichtlers Eduard Gutknecht so fraglich wie nach dem Unentschieden im Berliner Velodrom gegen den unbekannten Argentinier Pablo Sosa.

Voriger Artikel
Bundesliga: Klasen-Trio, Lenz und Gefeller freuen sich drauf
Nächster Artikel
In Didderse gehen die Lichter aus

Musste viel einstecken: Eduard Gutknecht (l.) kämpfte gegen Pablo Sosa nur remis. Das könnte das Profi-Aus bedeuten.

Quelle: Frevert

Für Gutknecht sollte es ein Neuanfang nach dem technischen K.o. wegen einer schweren Augenverletzung gegen Dmitry Sukhotsky werden. Ihm war sogar ein Ausscheidungsturnier in Südafrika in Aussicht gestellt worden, wo ein WM-Herausforderer gesucht werden soll.

Ob das noch gilt, ist fraglich. Und wenn, wird es sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Gutknecht will sich mit seiner Familie - er verriet noch, dass er und seine Frau Julia ihr drittes Kind erwarten - besprechen, gab zu: „Das war natürlich kein Empfehlungsschreiben.“ Auch sein Arbeitgeber Sauerland, der ohnehin von Kampf zu Kampf mit dem Westerbecker planen wollte, gab nach der Leistung vom Samstag natürlich kein klares Bekenntnis ab.

Warum das so kam? Gutknecht schaffte es nicht, den limitierten, offen boxenden Argentinier auf Distanz zu halten und seine Reichweitenvorteile auszuboxen. Stattdessen war es ein offenes und auch packendes Duell, beide schlugen viel - die nötige Härte zeigte keiner. So werteten die Punktrichter 77:75, 75:77 und 76:76.

Ob Gutknecht nicht doch knapp vorn lag, ist nicht in erster Linie wichtig; er hat es mit seiner Erfahrung gegen einen boxerischen Niemand nicht geschafft zu überzeugen. Er wusste hinterher: „Das war vielleicht mein letzter Kampf für Sauerland. Das wäre natürlich schade. Es lastet viel Druck auf mir.“ So sah‘s auch sein Coach Ulli Wegner: „Eddy kann besser boxen. Im Training hat er das immer wieder gezeigt.“ Ob er die Möglichkeit hat oder überhaupt haben will, wird sich zeigen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel