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MTV-Abstieg: Es begann mit einem Telefonat…

Fußball MTV-Abstieg: Es begann mit einem Telefonat…

Ein 1:2 in Drochtersen besiegelte, vier Partien vor Saisonende, das Oberliga-Schicksal des MTV Gifhorn. Das war aber nur der Schlusspunkt hinter einem Abwärtstrend, der nach der Winterpause ein beängstigendes Tempo entwickelt hatte. Die Ursprünge des Abstiegs finden sich freilich viel früher, in der Vorbereitung auf die Fußball-Spielzeit. Es begann mit einem Anruf…

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Steiler Absturz, harte Landung: Für den MTV Gifhorn (r. Rick Bewernick) stand am Ende einer Oberliga-Saison voller Pleiten, Pech und Pannen der Abstieg in die Landesliga.

Quelle: Photowerk (cw)

MTV-Trainer Klaus Fricke glaubte, den Verlust von Topspieler Fabian Klos (zum VfL Wolfsburg II) mit der Verpflichtung von Manuel Brunne bestmöglich aufgefangen zu haben. Bis Anfang Juni 2009 sein Telefon klingelte. Brunne erklärte dem verdutzten Fricke, dass er nicht für Gifhorn, sondern für den SV Ramlingen-Ehlershausen auf Torejagd gehen wolle. „Ich habe ihm gesagt, dass er dem MTV damit das Genick bricht“, so der Coach. „Nach diesem Telefonat hatte ich ein ganz schlechtes Gefühl.“
Erst recht, als Brunne-Alternative Marcel Bernier wenig später aus privaten Gründen absprang, sich Ralf Middendorf, ein Ersatz des Ersatzes, Ende der Hinrunde schwer verletzte. Obwohl auch Kapitän und Abwehrchef André Bischoff bis dahin aussetzen musste, hatte Gifhorn die Quali für die eingleisige Oberliga fest im Visier, lag als Zehnter „im Soll“, so Fricke.
Das änderte sich 2010. Für den ersten Paukenschlag sorgte der Trainer. Am 3. Januar verkündete er, sein Amt am Saisonende nach sechs Jahren niederzulegen. „Dennoch war ich in Sachen Klassenerhalt guter Dinge“, so Fricke. Weil aber ein Großteil der Spieler ebenfalls weg wollte, stellte sich die Frage: „Wie motiviere ich sie?“
Eine adäquate Antwort blieb aus, in der Rückrunde gab‘s nur fünf Punkte, geschuldet nicht zuletzt der „eklatanten Offensivschwäche“. An deren Ende stand der Landesliga-Absturz – und für den scheidenden Coach die bittere Erkenntnis: „An dieser Spielzeit war nichts Positives. Gar nichts.“

nik

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