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Langwedel: In diesem Titel steckt ganz viel Vereinsliebe

Fußball – Die Meister Langwedel: In diesem Titel steckt ganz viel Vereinsliebe

Langwedel. Die Langwedeler sahen sich verdutzt an. „Was ist denn hier los?“, fragte sich auch SV-Spartenleiter Dirk Kahrens, als sein Team gegen den SV Steinhorst nach drei Minuten mit 0:2 zurücklag. Eine Topspiel-Pleite drohte den Aufstieg zu gefährden. Doch statt eines Horror-Szenarios gab‘s ein Happy End.

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Meister der 3. Fußball-Kreisklasse Gifhorn 1: Der SV Langwedel mit (h. v. l.) Spartenleiter Dirk Kahrens, Jan Möller, Niklas Spengel, Arne Hartmann, Mathias Köllner, Jens Prilop; (M. v. l.) Mathis Schulze, Frank Zergiebel, Lukas Kraus, Steffen Rodewald, Martin Schmidt, Werner Warnecke, Betreuer Dirk Rodewald, Trainer Dieter Matthies; (v. v. l.) Florian Meyer, Siegfried Grabowski, Tom Bokelmann, Hendrik Buse, Kilian Erm, André Liedtke, Florian Götz, Sven Horvath, Christian Wach. Es fehlen: Emanuel Münker, Merlin Hartmann, Maximilian Kraus, Gregor Burda und Danny Völling.

Die Schwarz-Weißen siegten noch mit 6:3, wurden bald darauf mit sechs Punkten Vorsprung Meister in der 3. Fußball-Kreisklasse Gifhorn 1.

Immer wieder Steinhorst. Das Hinspiel hatte Langwedel mit 0:1 verloren. „Da hatten wir einen schlechten Tag und der Gegner einen guten Torwart“, erinnert sich Kahrens. „Davon haben wir uns jedoch nicht umwerfen lassen.“

In der Tat. Es blieb die einzige Saisonniederlage. Auch Vizemeister FC Brome II, laut SVL-Spartenchef „unser stärkster Kontrahent“, wurde zweimal besiegt. Insgesamt sogar dreimal, im Jörgensen-Pokal gab‘s einen Erfolg nach Elfmeterschießen. Im Halbfinale kam aber das Cup-Aus. „Das war schade. Wir waren personell gehandicapt, die Pleite trotzdem verdient“, sagt Kahrens mit Blick aufs 2:5 gegen die FSV Adenbüttel/Rethen II.

Im Liga-Alltag hielt sich Langwedel schadlos. Der direkte Wiederaufstieg gelang auch dank Rückkehrer André Liedtke (früher MTV Gifhorn). Ohnehin wird Vereinsliebe bei den Schwarz-Weißen ganz groß geschrieben. Ein weiteres Beispiel gefällig? Mathias „Seppl“ Köllner blieb dem Klub trotz einiger Angebote stets treu, ist auch als Mittvierziger noch ein Torgarant. Kahrens: „Seppl lebt den Verein.“

So wie Coach Dieter Matthies. „Wir sollten ihm eine Pritsche ins Sportheim stellen“, sagt der Spartenleiter grinsend. „Er ist an fünf von sieben Wochentagen auf dem Platz.“ Denn Matthies trainiert auch Langwedels Damen. Gemeinsam feierten beide Teams den Herren-Titel, nachdem eine Woche zuvor die kurzfristige Absage des SV Teschendorf-Schneflingen fürs letzte Saisonspiel die Party-Stimmung getrübt hatte. Kahrens: „Aber die Fete haben wir ordentlich nachgeholt...“

von Nick Heitmann

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