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Kurzfristig ein Absteiger mehr:„Wahnsinn“, „planlos“, „heftig“

Tennis: Unmut bei Vereinen Kurzfristig ein Absteiger mehr:„Wahnsinn“, „planlos“, „heftig“

Im Abstiegskampf auf Tennis-Verbandsebene, der in vielen Ligen ohnehin schon spannend ist, steckt jetzt noch mehr Brisanz - weil erst rund eine Woche vor Saisonende bekannt wurde, dass es in etlichen Klassen einen zusätzlichen Absteiger gibt.

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Ein Absteiger mehr: Jahn-Trainer Milan Pesicka findet‘s „Wahnsinn“.

Quelle: Sebastian Bisch

Während die Empörung unter den Vereinen groß ist, bittet der Verband um Verständnis.

Das Telefon von Olaf Pickhardt steht derzeit selten still. Beim Anruf der AZ/WAZ fragt der Mann aus dem NTV-Sportbüro deshalb sofort: „Geht es um die Abstiegsregelung?“

Immer wieder melden sich Klubvertreter bei ihm, haken nach oder protestieren. Nach AZ/WAZ-Informationen soll es sogar Überlegungen gegeben haben, den letzten Spieltag zu boykottieren. „Einige verstehen es, wenn man ihnen die Sachlage erklärt“, so Pickhardt. Zum einen habe ihm die Nordliga erst vor kurzem die Anzahl der Absteiger in die Oberliga gemeldet, „zum anderen hatten wir den Vereinen angekündigt, dass wir bei der Zahl der Ligen auf Verbandsebene künftig nicht mehr so breit aufgestellt sein werden. Wir wollen mehr Qualität nach oben bringen“, erläutert der NTV-Mitarbeiter. „Ich kann aber verstehen, dass die betroffenen Klubs im ersten Moment geschockt sind.“

Das trifft auch auf Milan Pesicka zu, der mit dem TV Jahn nun mehr denn je um den Oberliga-Verbleib zittert. „Für mich ist diese Regelung Wahnsinn“, sagt Wolfsburgs Trainer - und fügt sarkastisch hinzu: „Nächstes Jahr entscheidet der NTV vielleicht, dass die Teams auf den Plätzen zwei, vier und sechs runter müssen…“

Auch beim TC Grün-Weiß Gifhorn herrscht Unverständnis. „Das Ganze kommt viel zu spät, ist planlos und wild“, sagt Coach Djordje Djuranovic. „So kann man den Spielern die Lust am Tennis nehmen.“ Und sein Trainerkollege Milan Lukic ergänzt: „Ich finde die Entscheidung heftig, weil sie so kurzfristig gefallen ist. Das erschwert den Klubs die Planung.“

nik

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