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„Humbug“: Ärger über Regeländerung

Fußball-Kreis Gifhorn „Humbug“: Ärger über Regeländerung

Zur neuen Saison wartet die Fußball-Kreisliga Gifhorn mit einer Neuerung im Regelbuch auf: Wie bei den Profis werden Spieler nach ihrer fünften Gelben Karte für ein Spiel gesperrt, das Gleiche gilt im Falle eines Platzverweises mit Gelb-Rot (AZ/WAZ berichtete).

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Ein Spiel Sperre nach der fünften Gelben Karte und nach Gelb-Rot: Auf die Kreisligisten (hier der SV Sprakensehl) kommt eine Neuerung zu - die Trainer sind keineswegs begeistert.

Quelle: Michael Franke

Die Änderung, die zuvor nacheinander schon in der Landes- und Bezirksliga umgesetzt worden war, stößt jedoch bei den Kreisligisten nicht auf Gegenliebe oder gar auf Verständnis. „Ich bin mir nicht sicher, ob das sein muss“, so Marco Lenz. Der Trainer des VfL Knesebeck hat Bedenken: „Gerade kleine Vereine werden es dadurch bei kartenwütigen Schiedsrichtern schwer haben.“

Mit seiner Meinung steht Lenz nicht allein da: Sebastian Ebbers, Coach des SV Jembke, findet die Regel „für die Klasse unnötig. Gelb-Rot ist nicht immer grob unsportlich, und für personell schwächere Mannschaften wird es dadurch noch problematischer.“ Auch Matthias Weiß wählt deutliche Worte. „Davon halte ich gar nichts. Das ist schon in der Bezirksliga übertrieben, und viele Kader sind ohnehin schon klein genug“, sagt der Trainer des Aufsteigers TSV Grußendorf.

Abgesehen vom Personalaspekt glauben die Übungsleiter auch nicht daran, dass die Regel für fairere Partien sorgen wird. „Es entschärft die Spiele nicht“, sagt Weiß. „Ein Spieler denkt bei einem Zweikampf nicht daran, wie viele Gelbe Karten er vorher kassiert hat. Für mich ist das Humbug.“

yps

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