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Gutknecht: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Das Box-Interview Gutknecht: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Zum Sieg gibt es keine Alternative! So und nicht anders sieht Eduard Gutknecht seinen Halbschwergewichts-Kampf am 12. März in Neubrandenburg gegen Jürgen Brähmer (live ab 22.30 Uhr in Sat.1). Wieso der Westerbecker aber genau darin seine Chance sieht, sich endlich den WM-Titel zu holen, und weshalb er Brähmers Trainer einer Lüge bezichtigt, verrät der 33-Jährige im Interview.

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Der Countdown läuft: In zehn Tagen will Eduard Gutknecht (r.) Jürgen Brähmer den WM-Titel entreißen.

Quelle: Imago 12701877

Eduard Gutknecht, Sie stehen vor der großen Chance, Weltmeister zu werden. Wie ist Ihre Gefühlslage?
Mir könnte es nicht besser gehen! Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert. Ich war eh schon in der Vorbereitung auf einen großen Kampf. Die kurzfristige Chance, jetzt gegen Brähmer um die Weltmeisterschaft zu boxen, ist perfektes Timing.

Vor fast sechs Jahren hatten Sie schon einmal die Möglichkeit, sich den WM-Traum zu erfüllen - was lief damals aus Ihrer Sicht schief?
Ich hatte gegen Robert Stieglitz alle Vorteile auf meiner Seite - ich war der bessere Techniker und brachte einen größeren Erfahrungsschatz mit in den Ring. Doch irgendwie konnte ich den Schalter nicht umlegen und habe mehr lamentiert als geboxt.

Stichwort Wiederholungen: Auch den Kampf gegen Jürgen Brähmer gab es schon einmal. Im Februar 2013 mussten Sie gegen ihn die Europameisterschaft abgeben…
Wir waren beide damals beim gleichen Boxstall unter Vertrag. Ich wollte beweisen, dass ich die Nummer 1 bin. Ein vorzeitiger Sieg erschien mir dafür das einzig probate Mittel. Leider habe ich dabei zu sehr verkrampft, und Jürgen war dann clever genug, das zu erkennen. Er ist eben ein guter Schauspieler.

Am 12. März sind Sie der Jäger und nicht der Gejagte. Fühlen Sie sich eigentlich wohler in dieser Position?
Ich glaube, dass mir die Rolle als Außenseiter deutlich besser liegt. Ich kann nur gewinnen.

Im ersten Duell mit Brähmer wurden Sie noch von Ulli Wegner betreut. Jetzt steht Hartmut Schröder in Ihrer Ecke. Heißt das auch, dass Ihr Kampfstil ein komplett anderer ist?
Nein, und das ist auch gar nicht möglich. Es ist auch eine Lüge, dass sich Jürgen Brähmer verbessert hat - wie soll das denn bitteschön mit 37 Jahren möglich sein? Natürlich ist er ein sehr guter Boxer, aber athletisch wie konditionell kann Jürgen unmöglich noch zulegen. Karsten Röwer soll sich einmal meine besten Leistungstestwerte von vor drei Jahren anschauen und diese mit Jürgens aktuellen Werten vergleichen, dann kennt er die Wahrheit. Ich werde beweisen, dass Brähmers Zeit an der Weltspitze abgelaufen ist.

In Neubrandenburg genießt Brähmer Heimvorteil. Bereitet Ihnen das Sorgen?
Überhaupt nicht. Je wohler sich Brähmer fühlt, desto motivierter werde ich in den Kampf gehen. Am liebsten wäre es mir gewesen, der Kampf würde in Schwerin stattfinden. Ihn daheim zu schlagen, wäre eine echte Genugtuung. Doch ich gebe mich auch mit Neubrandenburg zufrieden.

Wieso gibt es am 12. März einen neuen Weltmeister im Halbschwergewicht?
Ich bin jetzt an einem Punkt in meiner Karriere angekommen, an dem es keine Ausreden mehr gibt. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich habe alles, was es für ganz oben braucht. Am 12. März heißt es einfach nur das abzurufen, was ich kann - dann werde ich der neue Champion sein!

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