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Gutknecht: Abbruch-Pleite, weil er nichts mehr sieht!

Profi-Boxen Gutknecht: Abbruch-Pleite, weil er nichts mehr sieht!

Das war ein ganz, ganz bitterer Abend für Eddy Gutknecht: Der Halbschwergewichts-Boxer aus Westerbeck unterlag am Samstag in Bamberg dem Russen Dmitry Sukhotsky durch technischen K. o. in der fünften Runde.

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Alles Kühlen half nicht: In der Ringpause vor der vierten Runde schwor Coach Ulli Wegner (l.) seinen Schützling nochmal ein.

Statt eines nahenden WM-Kampfes gegen Legende Bernard Hopkins steht stattdessen Gutknechts Profi-Karriere bei Sauerland auf dem Spiel.

Sukhotsky erwies sich von Beginn an als der erwartet schwere Gegner, Gutknecht versuchte zwar, den Kampf von Beginn an zu bestimmen. Doch der Russe konterte immer wieder gefährlich.

Dann die entscheidende Szene zu Beginn der dritten Runde: Unglücklich traf ein rechter Hammer von Sukhotsky den Westerbecker am linken Auge, das sofort dick wurde. Anfangs sah Gutknecht noch ein wenig, zeigte Kämpferherz und wehrte sich nach Kräften. Doch das Auge schwoll dicker und dicker an.

Bereits nach der dritten Runde warf Ringarzt Walter Wagner einen Blick auf die Verletzung, entschied, dass es noch weitergehen könnte. Sukhotsky machte dann das, was jeder Boxer an seiner Stelle getan hätte - er versuchte, an der verwundeten Stelle nachzusetzen. „Er kam immer wieder ans linke Auge ran“, so Gutknecht. Er gab auch zu: „Ich sehe da gar nichts mehr.“ Die logische Konsequenz: Ringrichter Lezek Jankowiak (Polen) brach nach dem Ende der vierten Runde auf Wagners Empfehlung hin ab. Alles Kühlen in den Ringpausen hatte keine Wirkung gezeigt, nach Punkten lag Eddy hinten (38:38, 37:39, 37:39).

Sieger Sukhotsky, der sich jetzt Hoffnungen auf einen WM-Fight machen darf, sagte: „Ich wusste ab der zweiten, dritten Runde, dass ich durch technischen K. o. gewinnen werde.“ Für Gutknecht ging‘s ins Krankenhaus, wo dieser bittere Abend mit der ersten vorzeitigen Niederlage seiner Profi-Karriere endete.

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