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Grußendorf: Vorletzter statt Zweiter!

Fußball - 1. Kreisklasse 1 Grußendorf: Vorletzter statt Zweiter!

Grußendorf. Bis Mitte vergangener Woche war der TSV Grußendorf der Überflieger der 1. Fußball-Kreisklasse Gifhorn 1, führte die Tabelle mit perfekter Ausbeute und beeindruckendem Torverhältnis an. Doch dann setzte es fast täglich Hiobsbotschaften - und plötzlich ist die Mannschaft nur noch Vorletzter...

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Keine Spielberechtigung: Weil Björn Beith (r.) trotzdem für die Grußendorfer auf Torejagd ging, wurden dem TSV in der 1. Kreisklasse Gifhorn 1 jetzt zwölf Punkte abgezogen.

Quelle: Michael Franke

Am Donnerstag trudelte bei den Grußendorfern eine Mail vom niedersächsischen Verband ein. Der Inhalt: Weil Torjäger Björn Beith trotz fehlender Spielberechtigung eingesetzt worden war, werden vier der fünf Siege in 0:5-Wertungen umgewandelt! Tags darauf informierte TSV-Spartenleiter Henning Schmidt das Team. Dass dieser Schock auch noch am Sonntag beim 0:3 im Topspiel gegen den SV Westerbeck nachwirkte, mag Co-Trainer Michael Theuerkauf nicht ausschließen: „Mich als Spieler hätte dieser Klops jedenfalls beschäftigt.“

Und so war‘s passiert: Beith hatte wie Sturmkollege Mario Fischer im Sommer vom SV Calberlah keine Freigabe erhalten. Während der abgebende Verein im Fall Fischer „noch einlenkte“, so Schmidt, „blieb‘s bei Björn beim Nein. Unsere Passstelle, die seit Jahren reibungslos arbeitet, hat bei der Online-Anmeldung im NFV-System aber leider ein Ja angeklickt.“ Das war der erste Fehler „in einer Verkettung unglücklicher Umstände“, so der Spartenchef. „Das ist natürlich ganz bitter.“

Immerhin behält der TSV die Punkte vom 5:0 Anfang August beim TSV Schönewörde - weil die Partie außerhalb der Sanktionsfrist liegt. „Eine Strafe wird laut NFV-Regularien nur vier Wochen rückwirkend ausgesprochen“, erklärt Gifhorns Spielausschuss-Chef Timo Teichert. Bis zum 25. Oktober ist Beith für Punktspiele gesperrt, zudem muss Grußendorf eine 250-Euro-Geldbuße berappen.

„Was wirklich schmerzt, sind aber die Punktabzüge“, sagt Theuerkauf. 13 Zähler beträgt nun der Rückstand auf Spitzenreiter Westerbeck. Der TSV steckt zwar nicht auf, „aber es ist kaum vorstellbar, dass wir jetzt noch oben angreifen können“, so Schmidt. Auf Spekulationen, wer in Sachen fehlender Spielberechtigung den Stein ins Rollen brachte, will sich Grußendorf nicht einlassen. Theuerkauf: „Wir haben uns das ohnehin selbst zuzuschreiben.“

nik

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