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Gelbsperre: „Gespannt, wie sich das auswirkt“

Fußball-Bezirksliga Gelbsperre: „Gespannt, wie sich das auswirkt“

Was Ende der 70er-Jahre im Profifußball begann, ist nun in der Bezirksliga angekommen. Damals kassierte St. Paulis Kult-Kicker Walter Frosch 18 Verwarnungen in einer Saison (1976/1977), kurz darauf führte der DFB die Spiel-Sperre nach vier, später fünf Gelben Karten ein. Dieses Strafmaß gilt nun auch für die Bezirksliga, genauso wie die Zwangspause nach Gelb-Rot. Bei den betroffenen Trainern gibt‘s dazu unterschiedliche Meinungen.

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Ab jetzt wird auch in der Bezirksliga mitgezählt: Wenn ein Spieler die fünfte Gelbe Karte sieht, muss er ebenso für ein Spiel pausieren wie nach Gelb-Rot.

Quelle: Photowerk (mf)

In der vergangenen Spielzeit war die Regeländerung bereits in der Landesliga eingeführt worden. Die Zahl der Verwarnungen ging daraufhin enorm zurück. „Wenn man da gute Erfahrungen gemacht hat und die Partien fairer abliefen, führt das zu einer Entlastung für die Schiedsrichter“, sagt Rouven Lütke, Trainer des MTV Isenbüttel. In diese Richtung denkt auch Oliver Treitl, Coach des FC Wolfsburg. „Das kann gerade für junge Schiedsrichter eine Hilfe sein. Warum sollte man diese Regelung also nicht einführen? Ich finde diese Idee gut“, so Treitl.

Ganz so einseitig unterstützt Thomas Orth das neue Strafen-System nicht. „Ich spreche mich eher für einen Mittelweg aus. Sperre bei Gelb-Rot? Ja. Nach fünf Gelben Karten? Nein“, sagt der Trainer der TSG Mörse und fügt hinzu: „Für Teams mit einem kleinen Kader wird es gerade zum Saisonende hin vom Kontingent her erfahrungsgemäß knapper. Dazu in Zukunft mögliche Gelbsperren - ich bin gespannt, wie sich das auswirkt.“

Auch Lütke sieht „gewisse Entscheidungen überprofessionalisiert, da kann man vielleicht ein paar Dinge aufweichen“.

msc

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