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Fast 30 Jahren Trainer: Dieter Winter sagt Tschüss

Fußball-Bezirksliga Fast 30 Jahren Trainer: Dieter Winter sagt Tschüss

Gamsen. Er ist so etwas wie der Elder Statesman des Fußball-Kreises, ein Trainer mit Weitsicht und dem Herz am rechten Fleck: Nun hört Dieter „Pimpel“ Winter auf, nachdem er unter anderem Halt beim VfL Wolfsburg, beim SV Calberlah und beim SV Reislingen/Neuhaus gemacht hatte. Jetzt wird Winter beim MTV Gamsen von Ralf Ende beerbt.

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Abschiedsgeschenk: Dieter Winter (3. v. r.) hat auch bei seiner letzten Trainerstation in Gamsen Eindruck hinterlassen.

Mit zehn Jahren fing Winter selbst an zu kicken, stürmte später von 1975 bis 1981 (115 Spiele/25 Tore) für den VfL Wolfsburg - unter anderem in der 2. Bundesliga. Dann wechselte er zum MTV Gifhorn. „Es war eine wunderschöne Zeit, und ich habe dem Fußball viel zu verdanken“, so Winter. Doch andersherum stimmt es genauso: Der Fußball-Kreis hat auch ihm viel zu verdanken.

Seine ersten Gehversuche im Coaching unternahm er als Spielertrainer beim SV Calberlah. „Das muss 1987 gewesen sein. So genau weiß ich das aber nicht mehr“, schmunzelt Winter. Dann kam das Angebot des VfL Wolfsburg, der damalige Oberligist wollte Winter als Co-Trainer hinter Uwe Erkenbrecher, dem heutigen Coach des MTV Gifhorn, haben.

Als Erkenbrecher nach verpatztem Zweitliga-Rückrundenstart gehen musste, wurde der Co- zum Cheftrainer, entführte mit dem VfL beim 3:1 sensationell drei Punkte aus Freiburg und machte in ganz Deutschland Schlagzeilen. „Für mich der schönste Moment als Trainer“, schwärmte der gebürtige Berliner in einer früheren AZ/WAZ-Ausgabe. „Aber auch der anstrengendste.“ Pressekonferenz, zahlreiche Interviews (auch Folge der erstmaligen Liveübertragung eines VfL-Spiels bei Premiere) - „ich war nachher froh, als ich im Bus saß“. Nach einer Woche übernahm Eckhard Krautzun das Ruder. Winter rückte wieder ins zweite Glied, wurde eine Saison später von Rico Wiegand abgelöst.

Er konzentrierte sich fortan auf seine Arbeit bei VW und machte im Bezirk die Runde, trainierte unter anderem noch den TSV Hillerse, den MTV Isenbüttel, die TSG Mörse oder zum Schluss Gamsen. Mit dem MTV schaffte er den Durchmarsch von der 1. Kreisklasse bis in die Bezirksliga - und hielt dort souverän die Klasse. Aktuell fehle dem Coach der Fußball noch nicht, „aber vielleicht kribbelt es zur Vorbereitung“.

Der 62-Jährige bleibt zumindest als Zuschauer den Plätzen treu. Wobei Winter augenzwinkernd anmerkt: „Bei Regen kann ich jetzt aber auch mal auf dem Sofa bleiben.“ Verdient hat er es sich allemal.

von Malte Schönfeld

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