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Ein Meister ohne Superstar und Diva

Basketball-Bezirksoberliga Ein Meister ohne Superstar und Diva

Gifhorn. Seit dem Titelgewinn der Basketballer der SV Gifhorn sind einige Tage ins Land gegangen, doch der späte Triumph in der Bezirksoberliga wirkt weiter nach. „Man geht das im Kopf immer wieder durch. Es war eine tolle Saison“, so Ilija Vinovcic.

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Quelle: Cagla Canidar

Dabei gibt der SVG-Coach zu, dass er nach der Pleite gegen den BSC Acosta wenig Hoffnung hatte, den SCW Göttingen einzuholen. „Ich habe gedacht: Was soll Weende noch passieren?“, so Vinovcic, der die Trainingsintensität aber nicht verringerte: „Wir haben 100-prozentig weitergemacht.“

Das zahlte sich aus: Göttingen patzte, die überraschten Gifhorner hatten tatsächlich ihr Endspiel. Sie mussten den SCW vor vollem Haus nicht nur besiegen, sondern auch das 85:94 aus dem Hinspiel wettmachen - und die SVGer hielten dem Druck stand. „Ich habe den Fokus in ihren Augen gesehen“, freute sich der Coach über das „sehr souveräne“ 88:70, das die Saison krönte und einen bleibenden Eindruck hinterließ. „Ich freue mich immer wieder, die Videos zu sehen. Das kann einem keiner mehr nehmen“, sagt Vinovcic.

Entscheidend war für den Coach - was seine Spieler nicht verwundern dürfte - die Trainingsarbeit und dazu die Homogenität des Teams, auch im menschlichen Bereich. „Wir haben keinen Superstar und keine Diva. Es wäre unfair, einen Spieler hervorzuheben, jeder hat seinen Teil zur Meisterschaft beigetragen“, sagt der Trainer. Gefeiert wurde gemeinsam, bei einem Essen mit dem Damenteam und „den tollen Fans“.

Nach der Entscheidung, im Herbst in der Oberliga anzutreten, befindet sich die SVG nun in der „Vor- und Nachbereitungsphase. Euphorisch bin ich schon, aber ich habe auch vorsichtig meine Zweifel“, so Vinovcic. „Das ist eine andere Klasse, eine andere Mentalität - das wird harte Arbeit.“ Helfen würde es, wenn der Montenegriner Boris Colovic doch in Deutschland bleiben dürfte. „Das würde uns freuen“, sagt Vinovcic, der nichts gegen weitere Neue hätte: „Wir suchen noch menschlich und sportlich Verstärkung.“

von Sebastian Schröder

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