Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Ehra überrascht den eigenen Coach

Fußball: 2. Kreisklasse Ehra überrascht den eigenen Coach

Bernd Boese ist überrascht. Positiv überrascht. Davon, dass der TuS Ehra-Lessien als Aufsteiger die Herbstmeisterschaft in der 2. Fußball-Kreisklasse Gifhorn 1 errungen hat.

Voriger Artikel
Vordorfs Vorbild: Fischer steigt auf
Nächster Artikel
Eine Niederlage als gutes Omen

Marschiert in der Liga vorneweg: Ehra-Lessien (l.) verlor zuletzt zwar auch im Pokal gegen Westerbeck II, trotzdem ist TuS-Trainer Bernd Boese positiv überrascht.

Quelle: Michael Franke

„Dabei war unser Saisonziel ein Mittelfeldplatz“, sagt der Trainer. „Und das bleibt auch so. Ich möchte schließlich nicht, dass man mich für verrückt hält.“

Denn so ganz traut er dem Braten nicht. „Wenn ich jetzt sage, dass wir Meister werden wollen und dann klappt‘s nicht, schütteln doch alle mit dem Kopf“, so Boese. „Eine schwache Phase reicht und man ist nur noch Vierter oder Fünfter. Das kann schnell gehen.“

Wie schnell, erfuhr der TuS zuletzt am eigenen Leib. Mit Pleiten in der Liga (0:4 in Barwedel) und im Pokal (0:2 gegen Westerbeck II) ging‘s in die Winterpause. Doch die Mini-Talfahrt hat Gründe. Bis zu fünf Stammspieler fielen aus, darunter Keeper Robert Powalka. „Er hat sich am Meniskus verletzt, wird uns zudem berufsbedingt wohl in den nächsten zwei Jahren fehlen“, sagt Ehras Coach seufzend. In den vergangenen Partien stand deshalb ein Feldspieler zwischen den Pfosten.

Das soll sich ändern, für die Rückrunde sucht der Klub einen neuen Torwart. „Einfach ist das nicht“, weiß Boese. Dabei hat der TuS als Spitzenreiter gute Argumente. Mit Top-Verstärkung Christopher Cyrys (SSV Vorsfelde A-Jugend) gelang der Start, der Trainer lenkte die Euphorie zudem in die richtigen Bahnen. „Ich habe den Jungs immer gepredigt, dass sie jeden Sonntag ans Limit gehen müssen“, erklärt Boese. „Und das haben sie auch gemacht.“

Am oberen Limit der Tabelle ist Ehra-Lessien längst angelangt. „Es gibt aber einige Teams, die uns noch gefährlich werden können“, will Boese nichts von einem Durchmarsch wissen. Und wenn er eines Besseren belehrt wird? Der TuS-Coach gelassen: „Dann nehmen wir‘s so mit.“ Es wäre die nächste positive Überraschung.

nik

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Gifhorn