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Eddy: „Meine Zeit ist endlich gekommen!“

Boxen Eddy: „Meine Zeit ist endlich gekommen!“

Der Countdown läuft: In drei Tagen steigt Profi-Boxer Eddy Gutknecht wieder in den Ring. In Bamberg trifft der 31-jährige Westerbecker am Samstag auf den Russen Dmitry Sukhotsky, kann seinem Traum vom WM-Gürtel der IBF mit einem Sieg ein Stück näherkommen. Im Interview spricht der Halbschwergewichtler über den Stand der Vorbereitung, seine Erwartungen und den Gegner.

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„Meine Fitnesswerte sind hervorragend“: Der Westerbecker Eddy Gutknecht (l., hier beim Sparring) schuftet seit vier Monaten für den Kampf gegen Dmitry Sukhotsky.

Wie sehr freuen Sie sich auf die Chance, sich für einen WM-Ausscheidungskampf zu qualifizieren?

Ich habe lange auf diese Möglichkeit hingearbeitet. Man muss seinem Team, vor allem dem Trainer, zeigen, dass man für solch einen Kampf bereit ist. Ich will dieses Vertrauen am Samstag zurückzahlen. Meine Zeit ist endlich gekommen!

Haben Sie Ihre vergangenen beiden Kämpfe noch im Hinterkopf?

Sowohl die Niederlage im Februar gegen Jürgen Brähmer als auch der Sieg im Juni gegen Richard Vidal sind Schnee von gestern. Ich habe danach den Reset-Knopf gedrückt.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Vorbereitung?

Ich stehe bereits seit knapp vier Monaten im Training, meine Fitnesswerte sind hervorragend. Am Boxerischen feile ich mit meinem Coach Ulli Wegner seit Oktober. Körperlich passt also alles. Jetzt muss ich es nur noch im Ring umsetzen.

Sukhotsky pflegt eine recht aggressive Gangart. Wie wollen Sie damit umgehen?

Im Ring will ich ihm zeigen, dass es auch anders geht. Es gewinnt nicht der Aggressivere oder körperlich Überlegene, sondern der Schlauere. Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt, mit dem ich Sukhotsky ausboxen werde.

Motiviert es Sie zu wissen, dass bei weiteren Siegen vielleicht die Chance besteht, gegen Weltmeister Bernard Hopkins anzutreten?

Hopkins ist eine Legende. Kürzlich hat er meinen Teamkollegen Karo Murat besiegt und gezeigt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Priorität hat für mich die WM-Chance. Gegen wen ich Weltmeister werde, ist mir egal. Doch sollte Hopkins noch so lange aktiv sein, wäre es mir eine Ehre, ihm den IBF-Titel abzunehmen.

Ist ein Sieg in Bamberg also reine Formsache für Sie?

Man darf nie einen Gegner unterschätzen, sonst ist der Kampf schon verloren. Ich habe mir aber vorgenommen, den Ring als Sieger zu verlassen und den nächsten Schritt in Richtung WM zu machen. Eine Niederlage wäre für mich ein Schritt nach hinten - und das kann ich mir in meiner Karriere nicht mehr erlauben. Daher zählt nur eins: alles auf Sieg!

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