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Dieses Comeback ist für viele ein Wunder

Badminton: Robin Niesner Dieses Comeback ist für viele ein Wunder

Es ist ein Wunder. Für seine Mitspieler. Für seine Gegner. Für Robin Niesner ist es hingegen der Lohn für Arbeit und Disziplin. Er hat es zurück in den Leistungssport geschafft, steht in der laufenden Rückrunde für Badminton-Oberligist BV Gifhorn II auf dem Court - mit zwei künstlichen Hüften!

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Dezember 2014: Robin Niesner (v., mit Mirco Ewert) ist wieder Zuhause, feierte sein Comeback im BVG-Trikot am Katzenberg.

Quelle: Michael Franke

„Die Ärzte sagen, das kannst du doch nicht“, berichtet Niesner, der gestern mit Zwillingsbruder Maurice seinen 37. Geburtstag feierte. Doch er kann. Niesner ist ein Kämpfertyp.

Als er mit 27 die Diagnose Arthrose erhielt, steckte er nicht auf. Die OPs 2010 und 2011 steckte er weg. „Es waren keine einfachen Eingriffe. Deshalb bin ich zu Profis gegangen.“ Die fand er in der ENDO-Klinik in Hamburg, gab in der Reha Gas. „Wenn du was erreichen willst, musst du trainieren.“

Sein Schicksal bejammern? Das ist nichts für Niesner. Auch wenn er nach der ersten OP noch sagte: „Badminton ist Gift für die neue Hüfte.“ Er kehrte zurück. Weil der Court für den leidenschaftlichen Sportler auch Balsam für die Seele ist. „Es ist schwierig aufzuhören, wenn du so aktiv warst“, sagt Niesner, der auch auf Inlinehockey nicht verzichtet. Ehefrau Irene stimmte zu. Erst spielte er in der Bezirksliga beim MTV Goslar, dann kam der Hilferuf aus Gifhorn. Personalnot. Er kehrte zum Heimatverein zurück. Jetzt punktet der 37-Jährige in Doppel und Mixed in der vierthöchsten Spielklasse - mit zwei künstlichen Hüften.

Als er erstmals wieder in die OHG-Halle zum Training kam, gab‘s Applaus. Als er am Katzenberg vor kurzem sein Comeback gab, strahlten die Augen. „Es ist toll, wieder da zu sein. Das alles nochmal zu erleben.“ Klar ist, es ist kein Engagement auf Dauer. „Es macht Spaß, aber die Vernunft wird siegen.“ Doch den Weg zurück hat er geschafft

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