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Bronze: Bundestrainer lässt Breitbarth abheben

Judo:: EM Bronze: Bundestrainer lässt Breitbarth abheben

Der Bundestrainer hob ihn in Montpellier in die Höhe, zu Hause in Leiferde jubelten Mutter und Vater vorm Livestream so laut, dass sich sogar Schäferhundmischling Ako erschrak. Nur André Breitbarth freute sich zunächst fast bescheiden über EM-Bronze bei seinem Debüt im Herrenbereich in Frankreich - was nicht heißt, dass er unglücklich ist.

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Der gelungene Anfang und das tolle Ende: Zum Auftakt der Europameisterschaften in Montpellier besiegte Breitbarth den Rumänen Natea, nach Bronze hob ihn dann Bundestrainer Ultsch in die Luft.

Quelle: Imago16290133

Allerdings musste sich der Hüne nach dem knapp verpassten Finaleinzug einmal schütteln: „Ohne Medaille wollte ich nicht nach Hause.“ Es folgte der entscheidende Moment im Bronze-Kampf gegen den Slowenen Matjas Ceraj. So erlebte ihn der 24-Jährige selbst: „Im Golden Score wollte ich Gas geben bis ich umfalle. Ich habe drei, vier Attacken gefahren, darauf konnte Ceraj nicht reagieren. Als ich sah, dass der Kampfrichter den Arm hebt, wusste ich, dass ich Bronze habe“, berichtete Breitbarth.

Er lief dann nicht jubelnd durch die Halle, sondern hatte fast versteckt nur „die Faust zum Sieg geballt“. Dabei hatte er den Slowenen im dritten Anlauf zum ersten Mal besiegt. Auch, weil er über Ostern bei seinen Eltern „an meiner Gewichtszunahme gearbeitet“ hatte. Mit 126 Kilogramm brachte er etwas mehr auf die Waage als Ceraj: „Ich hatte in dem Kampf zwar ein, zwei Wackler, doch ich bin standhaft geblieben.“

Was dem Slowenen nicht gelang, schaffte nach Kampfende aber Detlev Ultsch. Der 58-jährige Bundestrainer hob seinen Schützling mit beherztem Griff in die Luft. „Er ist noch gut in Form“, schmunzelte Breitbarth.

Seine erste EM-Medaille behält er übrigens nicht für sich: „Sie kommt zu meinen Eltern nach Leiferde.“ Dorthin, wo am Samstag der Jubel am größten war…

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