Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Breitbarths Olympia-Traum endet nach 120 Sekunden

Olympia: Judo Breitbarths Olympia-Traum endet nach 120 Sekunden

Rio de Janeiro. Es ist das Schicksal der Kampfsportler. Binnen weniger Momente kann der Traum von Olympischen Ehren ausgeträumt sein. Der Traum von André Breitbarth dauerte 120 Sekunden. Dann war das Judo-Schwergewicht aus Leiferde in Rio de Janeiro bereits ausgeschieden. Der kompakte Kirgise Iurii Krakovetskii feierte gegen den 26-Jährigen im Auftaktkampf einen Ippon-Sieg. „Ich frage mich noch, woran es gelegen hat“, so Breitbarth.

Voriger Artikel
Tappenbecker Auftakt: Hallo, wir sind die Neuen
Nächster Artikel
Preis der AZ/WAZ: Haßmann siegt in Allersehl

Die Entscheidung: Der Kirgise bringt Breitbarth zu Fall.

Ausgerechnet nach einem Harai Goshi - der große Außenschenkelwurf ist eigentlich eine Spezialität des Leiferders...

Zwei Minuten waren da erst rum, beide Kämpfer hatten bereits eine Bestrafung kassiert. Breitbarth und Krakovetskii versuchten ihren Griff anzubringen, dem Kirgisen gelang das besser. Dann stieg der Dritte der Asienmeisterschaften blitzschnell ein. Harai Goshi. Ippon. Aus. „Ein explosiver Ansatz, den man ihm gar nicht zugetraut hätte“, staunte ZDF-Experte Alexander von der Groeben.

Dennoch hatte der ehemalige Wolfsburger Judoka und zweifache Olympiastarter (1984 und 1988) schon kurz zuvor Böses für Breitbarth geahnt. „Ich habe es kommen sehen. Der Griff von Krakovetskii, der stimmt, den hat Breitbarth zugelassen. Er selbst hatte einen relativ schwachen Griff“, kommentierte von der Groeben und fügte hinzu: „Breitbarth wird sich selbst am meisten darüber ärgern, dass er unter Wert geschlagen worden ist.“ Allerdings hatte Krakovetskii einen Top-Tag erwischt, schaltete danach den Pool-Favoriten Iakiv Khammo (Ukraine) souverän aus.

„André ist noch nicht soweit, er braucht noch vier Jahre“, sagte Peter Frese, der Präsident des Deutschen Judo-Bundes. Worte, die den Leiferder gestern nicht trösten konnten. Breitbarth: „Ich bin einfach nur enttäuscht.“ Für die deutschen Judokas bleibt es in Rio bei nur einer Bronze-Medaille - es ist das schwächste Abschneiden seit Sydney 2000.

von Maik Schulze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Gifhorn