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Breitbarth: Bergauf mit 125 Kilo auf dem Rücken

Judo Breitbarth: Bergauf mit 125 Kilo auf dem Rücken

Bergauf mit 125 Kilogramm auf dem Rücken! Für André Breitbarth ging‘s beim Höhen-Trainingslager im bulgarischen Belmeken zur Sache. Anstrengend war‘s für die deutsche Olympia-Hoffnung im Judo-Schwergewicht. Aber: „Es hat viel gebracht“, betonte der 24-jährige Leiferder, der auch beim „zügigen“ Bergwandern bis zu 25 Kilometer abspulte.

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Bergkönig! André Breitbarth hat in Bulgarien an seiner Ausdauer gearbeitet und auch Sven Heinle (kl. Bild, l.) Huckepack genommen.

In rund 2000 Metern Höhe bereitete sich Breitbarth mit dem Nationalteam auf die zweite Saisonhälfte mit der WM im August als Höhepunkt vor. „In den Bergen fiel das Atmen zunächst etwas schwer. Aber nach drei, vier Tagen hatte ich mich daran gewöhnt“, so der EM-Dritte, auf den zahlreiche Übungen im Ausdauerbereich warteten.

Darunter auch die „Bergsprints“, wie Breitbarth sie nannte. Rund 150 Meter ging‘s bergauf, immer wieder und - ihm wahrsten Sinne des Wortes - unter teilweise erschwerten Bedingungen. Denn alleine war der Leiferder bei diesen Sprints nicht immer. „Ich habe Sven Heinle Huckepack genommen“, verriet der 24-Jährige. Den Teamkollegen aus Fellbach besiegte Breitbarth im DM-Finale, jetzt diente er als Ballast. „Sven bringt auch seine 125 Kilo auf die Waage.“ Immerhin: Im Wechsel konnte dann der Leiferder die Aussicht von Heinles Rücken aus genießen.

Wenn das Team nicht gerade an der Ausdauer arbeitete, stand zur Abwechslung Kartenspielen auf dem Programm, zudem gab‘s Fernseher auf den Zimmern. „Allerdings konnten wir nur das ZDF empfangen“, sagte Breitbarth schmunzelnd. Das Schwergewicht war dann doch ganz froh, dass Zimmerkollege Pierre Borowski aus Berlin die Playstation im Gepäck hatte: „Wir haben FIFA 2014 gespielt, allerdings ist Pierre nur schwer zu schlagen.“ Da war es dann doch leichter, mit Heinle auf dem Rücken die Berge zu besiegen…

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