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Breitbarth: „Ärgere mich über mich selbst“

Judo Breitbarth: „Ärgere mich über mich selbst“

André Breitbarth (25) hat in seiner Judo-Karriere schon einiges erreicht, das bisherige Highlight war der Gewinn der Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2014 (o.). Nachdem es auch danach in der Weltrangliste weiter bergauf ging, läuft‘s in 2015 noch nicht rund. Zuletzt verlor er bei vier internationalen Turnieren dreimal den ersten Kampf. Über die Ergebniskrise, den Einsatz von Sportpsychologen und die Olympia-Quali sprach das Schwergewicht aus Leiferde mit AZ/WAZ-Redakteur Maik Schulze.

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Über die Ergebniskrise, den Einsatz von Sportpsychologen und die Olympia-Quali sprach das André Breitbarth mit AZ/WAZ-Redakteur Maik Schulze.

AZ/WAZ: Beim Grand Slam in Baku kam für Sie erneut das schnelle Aus. Hatten Sie schon einmal so eine Ergebniskrise?
Breitbarth: Nein, das ist auch für mich neu.

AZ/WAZ: Wie gehen Sie damit um?
Breitbarth: Schwer zu sagen. Einerseits ärgere ich mich über mich selbst, da es mehrmals eigenverschuldete Niederlagen waren. Andererseits stecke ich den Kopf aber auch nicht in den Sand, da die Wettkämpfe die 100 Prozent für die Olympia-Quali zählen ja erst noch kommen.

AZ/WAZ: In Baku sah es in Ihrem Auftaktkampf gegen den Russen Andrey Volkov zunächst doch gut für Sie aus…
Breitbarth: Der Kampfverlauf an sich war gut. Ich war auch aggressiv genug. Nur der letzte Tick, der entscheidende Schritt hat bei meinen Ansätzen gefehlt.

AZ/WAZ: Hat Ihr Selbstvertrauen nach den jüngsten Misserfolgen einen Knacks bekommen?
Breitbarth: Natürlich bringen einem gute Wettkämpfe und Medaillen mehr. Gerade im Hinblick auf die Quali für Rio 2016, weil man dann schon etwas auf der Habenseite hat. Aber ich weiß, dass ich um die vorderen Medaillenplätze mitkämpfen kann, wenn ich meine Fehler abstelle.

AZ/WAZ: Geht das so einfach, die Fehler abstellen?
Breitbarth: Einfach ist es nicht. Ich muss dieses gewisse Etwas, das mich hindert, finden oder bewältigen. Einige Nationalmannschaftskollegen suchen auch das Gespräch mit einem Sportpsychologen. Vielleicht versuche ich das auch mal.

AZ/WAZ: Machen Sie sich um Ihre Olympia-Quali ernsthafte Sorgen?
Breitbarth: Auf jeden Fall darf diese Phase nicht zu lange dauern. Irgendwann wird auch Sven Heinle wieder bei einem Wettkampf dabei sein - und wenn er sich dann gut platziert, ist er schnell wieder mit im Rennen.

AZ/WAZ: Die nahe Zukunft bringt am 23./24. Mai das World Masters in Marokko, zu dem die besten 16 Judoka der Weltrangliste eingeladen werden. Auch da geht‘s um wichtige Punkte in der Olympia-Quali. Sie stehen zurzeit auf Rang 17…
Breitbarth: Wenn ich richtig gerechnet habe, bleibe ich auch 17. Jetzt muss ich hoffen, dass ich eventuell reinrutsche, wenn jemand vor mir ausfällt.

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