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Brähmer erwartet einen „Gutknecht in Bestform“

Boxen Brähmer erwartet einen „Gutknecht in Bestform“

Wenn Jürgen Brähmer am 12. März zum zweiten Mal auf den Westerbecker Eduard Gutknecht trifft (live ab 22.30 Uhr in Sat.1), ist das kein Kampf wie jeder andere für den WBA-Weltmeister im Halbschwergewicht. In Neubrandenburg wurde Brähmer 2013 erneut Weltmeister, und hier will er seinen 10. WM-Sieg als Profiboxer feiern. Was der Schweriner über Gutknecht denkt, verrät er im Interview.

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In einer Woche sehen sie sich im Ring :Jürgen Brähmer (l.) will seinen WM-Titel gegen Eduard Gutknecht verteidigen.

Quelle: dpa

Jürgen Brähmer, am 12. März wollen Sie Ihren WM-Titel gegen Eduard Gutknecht verteidigen. Wird das eine schwierigere Aufgabe als zuletzt gegen Konni Konrad?
Ich weiß, dass mir Gutknecht schon einmal einen sehr harten Kampf geliefert hat. Seitdem ist aber viel passiert. Ich habe mich weiterentwickelt, und er gibt vor, das Gleiche getan zu haben. Außerdem weiß Gutknecht wie es ist, um die WM zu boxen - das spricht für seine Klasse. Ich werde auf einen Gutknecht in Bestform eingestellt sein.

Eigentlich war ja für das Kampfdatum eine Titelverteidigung gegen den Südafrikaner Thomas Oosthuizen angedacht, doch Anfang Februar folgte dessen Absage…
Es ist schwierig, sich von einem Rechtsausleger auf einen Normalausleger umzustellen. Viel schwerer wiegt, dass Gutknecht einen komplett anderen Stil boxt. Aber als gestandener Profi muss man mit solchen Unwägbarkeiten umgehen. Schließlich bin ich Weltmeister, und als solcher muss man jeden Gegner schlagen können.

2013 haben Sie Gutknecht als Europameister entthront, konnten einen erfolgreichen Einstand für das Team Sauerland feiern. Wie bewerten Sie diesen Kampf rückblickend?
Das war damals mein Comeback nach fast einem Jahr Pause. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt gar nicht, was noch in mir steckt und ob ich es schaffe, mich noch einmal an die Weltspitze durchzuboxen. Und dann gleich gegen Gutknecht zu kämpfen, war eine echte Herausforderung. Der Sieg war für mich eine Bestätigung meines Willens und der Türöffner zur Weltmeisterschaft.

Seitdem ist viel passiert. Jetzt sind Sie der Champion und er der Herausforderer…
In solchen Kategorien habe ich noch nie gedacht. Für mich geht es beim Gong zur ersten Runde immer bei null los. Das Ziel ist immer der Sieg. So war es auch beim ersten Kampf gegen Gutknecht und so wird es auch diesmal sein.

Im Februar 2013 stand noch Ulli Wegner in Gutknechts Ecke, jetzt wird Ihr kommender Gegner von Hartmut Schröder betreut. Erwarten Sie einen komplett anderen Gutknecht?
Seine letzten Kämpfe habe ich mir nicht angeschaut. Um ehrlich zu sein, bin ich jemand, der das Videostudium komplett dem Trainer überlässt. Der weiß dann genau, was er mit mir im Training für den jeweiligen Gegner einstudieren muss, und darauf verlasse ich mich. Bei Gutknecht glaube ich allerdings nicht an großartige Veränderungen im Vergleich zu unserem ersten Duell.

Gutknecht sagt, dass er noch eine Rechnung mit Ihnen offen hat und dass er im ersten Duell gegen Sie vor allem vom Ringrichter benachteiligt wurde…
Er erzählt viel, wenn der Tag lang ist. Der gute Eddy sollte sich lieber einmal selbst hinterfragen, wieso er damals ständig vom Ringrichter ermahnt wurde. Bestimmt nicht wegen seiner übertriebenen Fairness. Ein wenig Selbstreflektion hat noch niemandem geschadet.

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