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Ausrufezeichen für die WM

Judo: Breitbarth Ausrufezeichen für die WM

Dem ersten Bronze-Jubel folgte am Sonntag bei der Judo-EM im französischen Montpellier für André Breitbarth ein zweiter. Mit dem deutschen Team gab‘s im kleinen Finale ein 4:1 gegen Tschechien.

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Teamgeist bewiesen: Für Karl-Richard Frey (h. r.) verzichtete André Breitbarth (links daneben) auf den Start.

Quelle: afp

Bei der Siegerehrung war der Leiferder mittendrin. Auf der Matte war er allerdings außen vor geblieben. Doch das war auch seine Entscheidung - zugunsten eines Teamkollegen.

Detlef Ultsch hatte in allen Kämpfen der +90-Klasse den Leverkusener Karl-Richard Frey eingesetzt - und nicht Breitbarth. „Der Bundestrainer hat mich gefragt, ob ich sauer wäre, wenn ich für Frey aussetze“, berichtete der Leiferder, der im Gegensatz zu Frey (wurde Fünfter) seine Medaille schon erkämpft hatte. Der Teamkollege sollte Selbstvertrauen sammeln, Breitbarth verzichtete seinetwegen ohne Groll auf den Einsatz. „Auch, wenn ich natürlich gern gekämpft hätte“, so der 24-Jährige.

Der hatte von Ultsch tags zuvor nach seiner Einzel-Medaille viel Lob bekommen. „Natürlich gibt es immer ein, zwei Sachen, die man verbessern kann. Aber er hat mich für meine engagierten Auftritte gelobt“, freute sich der Leiferder, der nun mit einer Nominierung für die WM in Tscheljabinsk rechnet. „Ich habe ein kleines Ausrufezeichen in Frankreich gesetzt, denke, dass das Team für Russland fast steht“, so der EM-Debütant.

Zumal vorher für ihn nur noch ein Grand Prix in der Mongolei im Juli ansteht: „Wenn er sich mit meinen Klausuren vereinbaren lässt. Aber ich denke, dass es zu 90 Prozent klargeht.“

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