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Zorniger Fliegauf fordert: „Schiri-Revolution!“

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Zorniger Fliegauf fordert: „Schiri-Revolution!“

So heftig ist noch nie ein Wolfsburger Eishockey-Verantwortlicher auf Schiris losgegangen! Grizzlys-Manager Charly Fliegauf ist seit den ungeahndeten Münchner Fouls an Gerrit Fauser und Fabio Pfohl stinksauer, erklärte gestern gegenüber der WAZ: „Wir brauchen eine Revolution im Schiedsrichterwesen.“

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Schiedsrichter in der Kritik: Sie ließen üble Checks gegen Gerrit Fauser (im Bild.) und Fabio Pfohl durchgehen. Manager Charly Fliegauf (r.) ist sauer.

Quelle: CP24 (1) / Imago (1)

Auslöser: Die Fouls am Dienstag gegen Pfohl und Fauser. „Solche Fouls zu übersehen ist einfach schlecht“, zürnte der Manager. Übersehen hatten sie zwei der drei Profi-Schiedsrichter der DEL, Daniel Piechaczek und Lars Brüggemann. Brüggemann, einst Grizzlys-Profi, hatte zudem das 3:3 am Sonntag gegen München aberkannt.

Fliegauf:; „Ich bleibe dabei, dieser Treffer war regulär.“ Ihn ärgern aber nicht nur die Entscheidungen jüngst gegen Wolfsburg: „Mir geht es ums große Ganze.“ Das Schiedsrichterwesen „ist amateurhaft“. Die Unparteiischen sind teilweise Amateure, die Schiri-Chefs sind Ehrenamtliche. „Das ist nicht zeitgemäß für eine Profiliga. Vielleicht müsste das Schiedsrichterwesen enger an die DEL, es muss auf jeden Fall mal alles neu aufgerollt werden.“

Fliegauf weiter: „In dem Punkt hat uns sogar schon Österreich überholt.“ Mehr Nachbereitung und Aufarbeitung von Situationen sei wünschenswert. Fliegauf betont: „Wir haben in München nicht wegen der Schiedsrichter verloren. Wir waren da nicht gut.“

Die aus seiner Sicht falschen Entscheidungen brachten nur ein schon gefülltes Fass zum Überlaufen. „Die Schiedsrichterleistungen in dieser Saison waren nicht gut“, so der Manager. Er meint seine Änderungsanliegen sehr ernst. Und sein Wort hat Gewicht. In der vergangenen Saison war er einer der ersten Kritiker der Arbeit der wechselnd besetzten Disziplinarkommission, hatte sich für Änderungen stark gemacht. Jetzt gibt es da einen hauptamtlichen Vorsitzenden, Ex-Profi Tino Boos. „Es läuft gut“, meint Fliegauf.

Ärgerlich: Hätten die Schiedsrichter die Fouls an Pfohl und Fauser wenigstens irgendwie geahndet, hätte Wolfsburg eine Verhandlung beantragen können. Wahrscheinlich hätte es dann Sperren gegeben.

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