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Zoff im Training: Grosss taucht Pohl zusammen

Eishockey Zoff im Training: Grosss taucht Pohl zusammen

Am Freitag endet die Hauptrunde mit Wolfsburgs Spiel in Düsseldorf. Und kurz vor dem Play-Off-Start dürfte beim EHC jetzt jeder begriffen haben, dass die heiße und wichtigste Eishockey-Zeit beginnt. Denn: Im Training krachte es gestern richtig!

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Lautstarker Trainings-Zoff: EHC-Coach Pavel Gross (l.) nahm sich gestern nach einer Übung Patrick Pohl (r.) zur Brust - der Zwist sei aber nach der Einheit schnell wieder beigelegt worden.

Quelle: Imago/Photowerk (bb/Archiv)

Im Grunde war es „nur“ eine missglückte Übung von Patrick Pohl im Training, doch es reichte, um EHC-Coach Pavel Gross explodieren zu lassen. Was war passiert? Pohl hatte die Scheibe lange gehalten, nicht die Vorgaben erfüllt. Da platzte Gross der Kragen. Er fuhr dem Stürmer, der inzwischen auf der Bank saß, hinterher. Dann nahm er sich den 24-Jährigen lautstark zur Brust: Es fielen Kraftausdrücke, Gross zerschlug seinen Schläger an der Bande, schmiss seine Handschuhe wütend weg. Pohl war still, auch der Rest des Teams. Dann kurzes Sammeln - und weiter ging‘s für alle.

Wie es zu dieser Reaktion kam? Pohl wollte sich nicht äußern, auch Gross nicht. Er räumte das, was auf dem Eis passiert war, mit dem Angreifer gleich aus. „Ich habe das mit ihm persönlich geklärt, das ist nur für uns“, so Gross. Hängen bleibe da nichts, so der Coach: „Ich bin nicht nachtragend.“ Aber: „Mich interessiert, dass er das macht, was ich verlange.“

Da scheint das Problem zu liegen: Gross betont immer wieder, sein Team müsse einfach spielen. Nicht nur gestern im Training versuchte Pohl aber eine unerwünschte Einzelaktion. Kritik am Ex-Berliner, dessen Vertrag ausläuft und nicht zuletzt wegen gestern nicht verlängert werden dürfte, gab es immer wieder. Vor allem wegen fehlender Konstanz; seine letzte Torbeteiligung hatte Pohl am 10. Januar (3:4 in Nürnberg). Der Coach spricht häufiger mit ihm - oft in aller Ruhe nach den Einheiten. Es könnte sein, dass ihm gestern einfach der Kragen geplatzt ist. Oder es war sogar ein Weckruf für das Team - verstanden haben es alle, Gross hatte die ungeteilte Aufmerksamkeit der Profis.

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