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„Wolfsburg ist ja kein normaler Siebter gewesen“

WAZ-Interview mit Adler Kai Hospelt „Wolfsburg ist ja kein normaler Siebter gewesen“

Sie sind beste Freunde, sie spielten zehn Jahre gemeinsam, vor zwei Jahren trennten sich die Wege, jetzt treffen sie erstmals in Play-Offs aufeinander: Wolfsburgs Sebastian Furchner und Mannheims Kai Hospelt. Der Adler-Nationalstürmer verrät im Interview mit WAZ-Sportredakteur Jürgen Braun, was in diesen Tagen tabu ist und warum ihn Wolfsburg nicht überrascht hat.

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Erstmals in Play-Offs gegeneinander: Der heutige Adler Kai Hospelt und sein bester Freund Sebastian Furchner.

Quelle: Imago 11555591

WAZ: Es laufen Ihre elften DEL-Play-Offs, acht haben Sie mit Sebastian Furchner, der eine Endrunde verletzt verpasste, für Köln oder den EHC bestritten. Jetzt geht es erstmals in Play-Offs gegeneinander. Verändert sich der Umgang mit dem besten Freund?

Hospelt: Es ist schon so, dass wir seit meinem Weggang aus Wolfsburg weiter viel Kontakt pflegen, viel telefonieren. In den Play-Offs wird das jetzt weniger. Und: Wir reden immer über alles, auch über Eishockey. Aber in den Play-Offs nicht. Man will ja den anderen nicht durch eine Frage oder einen Satz in eine blöde Situation bringen.

WAZ: Vor zwei Jahren haben Sie gemeinsam im Wolfsburger Trikot die Adler rausgeworfen - als Zehnter den Ersten. Wie überrascht waren Sie, dass der Tabellensiebte Wolfsburg nun im Halbfinale auf Spitzenreiter Mannheim trifft?

Hospelt: Was mich überrascht hat, war, dass die Serie gegen München so schnell mit 4:0 Siegen zu Ende war. Ich hatte gedacht, es wird enger.

WAZ: Aber München war Zweiter, galt als Mitfavorit.

Hospelt: Wolfsburg ist ja kein normaler Siebter gewesen. Ohne den Hänger nach Weihnachten wäre der EHC in den Top Sechs gewesen.

WAZ: In der Hauptrunde hat Wolfsburg den Adlern sechs Punkte abgenommen, zweimal gewonnen.

Hospelt: Nur Hamburg hat uns in der Hauptrunde öfter besiegt. Wir wissen, wie gefährlich der EHC ist, stellen uns auf eine lange Serie ein. Aber was vor zwei Jahren war oder in der Hauptrunde - das zählt nicht mehr. In Play-Offs gibt es keinen Favoriten. Wer da seine Stärken mehr ausspielen kann, wird weiterkommen.

WAZ: Viele Experten und auch der EHC sehen Ihre Mannschaft als Favoriten an.

Hospelt: Dass Wolfsburg dass so haben will, ist klar. Aber für uns gibt es keine Favoritenrolle. Man kann die ganze Saison gut spielen - wenn man in den Play-Offs ein Loch hat, kann‘s das gewesen sein. Wir sind Erster geworden, haben uns das Heimrecht gesichert. Mehr nicht.

WAZ: Sie kennen Wolfsburg sehr gut, haben noch mit vielen EHCern zusammengespielt. Was erwarten Sie?

Hospelt : Ich glaube nicht, dass ich Geheimnisse kenne,. die unsere Trainer nicht kennen. Zumal es heute so viele Videoaufzeichnungen gibt. Geheimnisse gibt es kaum noch. Wolfsburg wird taktisch gut eingestellt sein, diszipliniert spielen.

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