Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Weckt die neue Uhr die Grizzlys auf?

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Weckt die neue Uhr die Grizzlys auf?

Wolfsburg. Schläfrig ins erste Drittel - das war das große Problem der Grizzlys am vergangenen Sonntag beim 1:5 gegen Meister München. Gleich wach ins Spiel, das ist der Plan. In der Eis-Arena hilft dem Wolfsburger Eishockey-Erstligisten vielleicht eine neue Uhr. Gegen die kommenden Gegner kann sich der Vizemeister keine Schnarchphase erlauben. Am Freitag (19.30 Uhr) muss er in Ingolstadt ran, am Sonntag (16.30 Uhr) kommt Mannheim.

Voriger Artikel
Pfohl im Glück: Verletzung des Centers nicht schwer
Nächster Artikel
Seiferts Leidenszeit vorbei, Bina fehlt weiter

Wach sein! Gegen München, das hier jubelt, waren es die Grizzlys nicht, verloren nach frühem 0:2 mit 1:5. Einen Wecker brauchen die Wolfsburger wohl nicht, aber: Am Sonntag im Spiel gegen Mannheim (16.30 Uhr) hat die alte Uhr (kl. Bild) voraussichtlich ausgedient.

Quelle: Boris Baschin

Trainer Pavel Gross hofft allerdings, dass es für einen besseren Start eine Uhr nicht braucht. Kapitän Tyler Haskins sagt: „Wir sind alt genug, um daraus zu lernen. So darf man nicht anfangen.“ Fakt aber ist: Die Grizzlys bekommen eine neue Spielzeit-Anzeige. Grund: In der DEL müssen jetzt auch die letzten Zehntelsekunden eines jeden Drittels angezeigt werden. Momentan gibt es noch eine Ausnahmegenehmigung. Manager Charly Fliegauf: „Wir hoffen, dass die Uhr am Sonntag in Betrieb ist.“ Die Installation soll am Donnerstag erfolgen.

Vergangenen Freitag in Bremerhaven hatten die Grizzlys den Saisonauftakt gewonnen, zwar nicht durchweg überzeugt, aber: „Die Mannschaft war von Beginn an bereit gewesen“, so Gross. Gegen München war das nicht so.

Der schleppende Start zieht dann alles nach sich: Gegentore, Rückstand, der gegen starke Teams kaum aufzuholen ist, Unsicherheit, schwaches Powerplay.

Gross betont: „Ich kontrolliere meine Spieler nicht, es ist mir egal, was sie am Abend vor dem Spiel machen - aber ich erwarte, dass sie zum Spiel bereit sind.“ Bei der Ursachenforschung bezieht er auch den Trainerstab mit ein, sagt: „Wir werden überdenken, wie wir den Spieltag gestalten.“ In Aktionismus verfällt er nicht: „Ich will sehen, wie die Mannschaft jetzt reagiert, wenn wir noch einmal das Gleiche machen.“ Wird wieder geschnarcht, dann könnte sich der Ablauf am Spieltag ändern.

Die Mannschaft war selbstkritisch. Haskins: „Wenn unser Forechecking läuft, können gute Dinge passieren. Die Scheibe tief, zuerst dran sein - das ist nicht immer attraktiv, aber es fängt mit Schlittschuhlaufen an. Wir müssen laufen. Das ist für uns Brot und Butter. So haben wir Erfolg.“

von Jürgen Braun

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grizzlys Wolfsburg