Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Vorm Showdown in Top-Form, aber Fauser sagt: „Ich bin kein Monster!“

Eishockey – Grizzlys Wolfsburg Vorm Showdown in Top-Form, aber Fauser sagt: „Ich bin kein Monster!“

Es läuft die entscheidende Saisonphase - und ein Eishockey-Nationalspieler dreht auf. Akteure, die in den Play-Offs auftrumpfen, werden Play-Off-Monster genannt. Und, Gerrit Fauser? „Nein, nein“, wiegelt der Stürmer vor der Finalserie um die deutsche Meisterschaft (Start am Sonntag, 16.45 Uhr, in München) ab:

Voriger Artikel
Im Finale: Werden nicht die weiße Fahne schwenken!
Nächster Artikel
München gewinnt erstes Finalspiel gegen Wolfsburg

Wo er auftaucht, wird es gefährlich: Wolfsburgs Gerrit Fauser (v.) scheint ein Play-Off-Monster zu sein.

Quelle: Imago

Wolfsburg. „Ich bin kein Play-Off-Monster, ich mache jetzt nichts anderes als vorher.“

Allerdings: Wie im Vorjahr scheint er jetzt sein Hoch zu haben. Damals hatte er in der Hauptrunde in 52 Einsätzen 23 Punkte gebucht, in den Play-Offs kamen elf in nur 15 Einsätzen dazu. Diesmal war er in der Hauptrunde mit elf Toren dabei, seine Gesamtleistung spiegelte sich in Treffern aber eher ungenügend wider. Fünf der elf Treffer hatte er zudem in drei Partien in Folge im Februar erzielt.

In den Play-Offs ist er nun der Top-Torjäger überhaupt. Sieben Treffer! Wie alle Grizzlys neigt er zu Bescheidenheit: „Die Jungs spielen gut, legen mir was auf, dann hat man es leichter beim Toreschießen“, sagt er. Ein bisschen Eigenleistung könnte man ihm attestieren, als er in Halbfinale 4 in Nürnberg in der Schlussminute Verantwortung übernahm, das 3:3 unter die Latte nagelte: „Augen zu und drauf“, spielte Fauser auch das herunter.

Es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn Fauser weiter trifft. Acht Siege gelangen Wolfsburg in den Play-Offs 2017, Fauser traf in sechs der 13 Partien - fünf davon wurden gewonnen.

Der gebürtige Nürnberger ist einer der Schlüsselspieler der Grizzlys, denn er ist gut in Unter- und Überzahl, kann als Mittelstürmer und als Flügel spielen.

Gegen München erwartet er eine brisante Serie. „Unser kleines Plus ist, dass wir diesmal mehr gesunde Spieler haben als vor einem Jahr.“ Dass man auf Revanche sinne, sei klar. Aber nicht blind. Fauser: „Diesmal wollen wir es besser machen, daraus ziehen wir Motivation.“ Überdrehen bringe nichts, zumal der Adrenalinspiegel ohnehin hoch sein werde: „Wenn die Hymne erklingt, kriege ich Gänsehaut, das Finale ist schon besonders. Aber man darf sich nicht zu sehr beeinflussen lassen.“

Egal, wie lange die Serie dauert - für Fausi, wie ihn die Kollegen rufen, geht die Saison wohl noch länger. Er dürfte wie Keeper Felix Brückmann und vielleicht auch Björn Krupp im WM-Kader stehen. „Das allerdings ist jetzt ganz weit weg“, sagt Fauser. „Und der Bundestrainer ruft erst an, wenn man ausgeschieden ist. Jetzt gibt es eine andere Priorität.“. Die Titeljagd. Meister zu werden, das würde der Angreifer wohl nicht anders sehen, wäre die Krönung einer schon jetzt monstermäßigen Grizzlys-Saison.

von Jürgen Braun

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grizzlys Wolfsburg
Vergleiche die Wettquoten für Spiele vom VfL Wolfsburg bei SmartBets.