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Voakes: „Unglaublich hungrig auf Eishockey“

Grizzlys: Wolfsburgs Center im Interview Voakes: „Unglaublich hungrig auf Eishockey“

Er war auf dem Weg, EHC-Top-Skorer der Saison zu werden (37 Punkte in 33 Spielen). Dann stoppte ihn eine Gehirnerschütterung. Ein Comeback in diesem Jahr schien fast schon unwahrscheinlich, doch dann gab es für Mittelstürmer Mark Voakes von Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg Licht am Ende eines langen Tunnels.

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Voll dabei: Nach über sechs Monaten Pause wegen einer Gehirnerschütterung macht Mark Voakes im Grizzlys-Training einen starken Eindruck.

Quelle: Photowerk (bb)

Der Center ist seit Donnerstag wieder da, wirkt erstaunlich frisch und überglücklich. Im Interview mit WAZ-Sportredakteur Jürgen Braun gibt er Einblicke in die schwere Zeit.

WAZ: Wie hat die Mannschaft Sie aufgenommen, wie war das Gefühl, wieder in die Kabine zu kommen?

Voakes: Ich habe mich unglaublich gefreut und ich glaube, meine Mitspieler auch.

WAZ: Es gab dann auf dem Eis sogar Gratulationen, als sie gleich in Ihrer ersten Trainingseinheit im Spielchen Zwei gegen Zwei als Erster getroffen haben...

Voakes: Ja, das stimmt. Das war schön. Und beides hat mir gut getan.

WAZ: Die Verantwortlichen glauben, dass es Sie zusätzlich motiviert, bei der Mannschaft sein zu können.

Voakes: Auf jeden Fall. Teil des Teams zu sein, alles mitmachen zu dürfen, das ist schon extrem gut. Ich bin unglaublich hungrig auf Eishockey.

WAZ: Gab es einen Zeitpunkt, wo sie sich Sorgen um Ihre Karriere gemacht haben?

Voakes: Ja. Das war schon wenige Wochen nach dem Ausfall, als ich merkte, dass es nicht voran geht. Aber dann habe ich das verdrängt, gedacht: Irgendwann wird es schon. Aber das Warten nervt. Gehirnerschütterungen sind anders als normale Verletzungen.

WAZ: Gab es auch einen Zeitpunkt, an dem sie spürten, dass es bergauf geht?

Voakes: Anfang Juli, als ich sechs Stunden mit dem Auto nach Pittsburgh zu einem Mediziner des NHL-Teams Penguins gefahren bin und der mir sagte, dass ich es überwinden werde.

WAZ: Im Training machen sie einen erstaunlich guten Eindruck...

Voakes: Ich fühle mich auch sehr gut. Allerdings muss man sehen, wie lange das so ist. Ich sehe vielleicht frischer aus, als ich es bin. Ich bin nach den Einheiten ziemlich müde, habe einiges an Muskulatur verloren.

WAZ: Sie hatten in Kanada schon trainiert...

Voakes: Rund drei Wochen. Aber das ist wenig im Vergleich zum normalen Sommertraining. Und davor habe ich auch lange nichts tun können.

WAZ: Haben Sie sich selbst ein Ziel, ein Datum gesetzt, wann Sie wieder spielen möchten?

Voakes: Nein, überhaupt nicht. Ich bin froh, dass ich irgendwann wieder spielen kann. Dass ich möglichst bald spielen möchte, ist klar. Aber man darf da nichts überstürzen. Es war die längste Zwangspause meines Lebens.

WAZ: Ihr Team hat Namen und Logo verändert...

Voakes: Sind wir EHC, Grizzlys, Grizzly Adams musste man sich vorher fragen. Jetzt ist das alles klarer. Mir gefällt es.

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