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Trotz Pleite endlich froh

WAZ-Serie: Die EHC-Saison, Teil 4 Trotz Pleite endlich froh

Der EHC erlebte eine Saison mit Höhen und Tiefen. Genau wie Felix Brückmann. Wolfsburgs Torwart berichtet für die WAZ über die abgelaufene Saison.

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Erholt sich bewusst bei jeder größeren Spielunterbrechung: Felix Brückmann - dadurch bewahrt er seine Konzentrationsfähigkeit.

„Die Saison hatte begonnen, bei den Punktspielen musste ich zuschauen. Die Ergebnisse waren nach dem guten Start wechselhaft, doch jedem Profi tut es am meisten weh, nicht spielen zu können. Es ist frustrierend.

Endlich, endlich, es war fast schon November, ich hatte seit August kein Spiel mehr gemacht: Mein erstes Pflichtspiel für den EHC stand nun an. Einen Tag vor dem Spiel teilt Trainer Pavel Gross für gewöhnlich den Torhütern mit, wer im Tor steht. Diesmal war ich also an der Reihe, Gegner waren die Hamburg Freezers. Wir haben das Spiel verloren, 2:5.

Ob ich mir das anders vorgestellt hatte? Sicher. Ein, zwei Gegentore hätte ich nicht kassieren dürfen. Mit mehr Praxis hätte ich sie wohl auch nicht kassiert. Ich war aber froh, endlich wieder dabei sein zu können. Ich wusste: Jetzt komme ich. Danach stand ich auch beim 9:1 in Schwenningen im Tor.

Ab diesem Zeitpunkt durfte ich dann regelmäßig für Wolfsburg im Tor stehen. Wichtig war in dieser Zeit, dass meine Adduktoren gut ausgeheilt sind. Es war ein tolles Gefühl, der Mannschaft wieder zu helfen. Nicht weniger Spiele absolvieren als in meiner letzten Saison mit Mannheim - das war mein Ziel für Wolfsburg gewesen. Das wird kaum noch zu erreichen sein, ging mir in jenen Tagen durch den Kopf. Ich hakte es ab. Von Spiel zu Spiel denken, war die Devise. Das sollte man als Profi sowieso. Stück für Stück, Schritt für Schritt - diese Denkweise habe ich mir auch für mein Torwart-Spiel angeeignet. Ich versuche den Spielstand auszublenden, mich nur auf ein Drittel zu konzentrieren, nicht weiterzudenken.

Im Grunde teile ich noch weiter auf. Bis zur Powerbreak, bis zur Drittelpause, bis zur Powerbreak und so weiter. Ich spiele also nicht einmal 60 Minuten, sondern versuche, das Spiel in sechs mal zehn Minuten aufzuteilen. Volle Konzentration in jeder Spielphase, Erholen, Durchatmen in den Pausen. Das klappt für mich gut. Zudem trinke ich bei jeder Gelegenheit, denn der Flüssigkeitsverlust ist enorm und man weiß nie, wann Gelegenheit ist.“

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