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Start verpennt: Voakes kann Grizzlys nicht retten

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Start verpennt: Voakes kann Grizzlys nicht retten

Wolfsburg. Angesichts der Gegner (zwei Titelaspiranten) muss man nicht von einer Heimkrise sprechen. Aber: Die Grizzlys Wolfsburg setzten auch den zweiten DEL-Heimauftritt in den Sand. Gegen die Adler Mannheim gab es vor 2100 Besuchern ein 2:4 (1:2, 1:1, 0:1). Mark Voakes traf für die Gastgeber doppelt.

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Es lief wie so oft: Die Adler Mannheim jubelten auch gestern in Wolfsburg, gewannen mit 4:2 bei den Grizzlys, die damit in dieser DEL-Saison weiter auf den ersten Heim-Erfolg warten.

Quelle: Boris Baschin

Der überragende Mittelstürmer Voakes meint, dass er sich noch keine Sorgen mache wegen einer möglichen Heimkrise, wie es sie in der Vorsaison gegeben hatte. Allerdings: „Mannheim hat mehr Zweikämpfe gewonnen, deshalb auch das Spiel. Wir haben streckenweise gut gespielt, aber nicht genug Grizzly-Hockey gezeigt.“

Beim Blick auf den Spielberichtsbogen hätte einem schwindelig werden können. Mannheims Team war voll - und mit den Stürmern Jamie Tardif, Ryan MacMurchy sowie Verteidiger Matt Carle noch drei Asse draußen, während die Grizzlys drei Importstellen unbesetzt lassen müssen. Angesichts dieses Unterschiedes verkauften sich die Gastgeber teuer. Und mussten sich über sich selbst ärgern.

Denn den Start verpatzten sie erneut. Obwohl sie aus dem Schnarch-Anlauf gegen München (früh 0:2, am Ende 1:5)hatten lernen wollen, schauten vier Feldspieler schon nach 30 Sekunden nur zu, Verteidiger Armin Wurm sah ganz alt aus, Keeper Felix Brückmann auch nicht gut - und schon hieß es 0:1. Kurz darauf bekamen die Adler einen Penalty. „Den muss man nicht geben“, so Brent Raedeke, der den Penalty denn auch prompt verschoss. Mit Ablauf einer Wolfsburger Strafe erzielte Mannheim das 2:0, doch die Gastgeber waren nun auch im Spiel. Voakes zauberte das 1:2 ins Netz.

Ins zweite Drittel startete Wolfsburg stark, erzwang Fouls, nutzte eine 5:3-Überzahl zum 2:2. In der zweiten Hälfte des zweiten Abschnitts bekam Mannheim aber wieder Übergewicht, ging mit 3:2 in Führung, als nach dem Stockverlust von Lubor Dibelka Konfusion bei Wolfsburg herrschte. Erst kurz vor der zweiten Pause gab‘s durch Dibelka (knapp vorbei) noch eine Chance.

Im Schlussdrittel versuchte Wolfsburg alles, drückte, zwang die Adler weiterhin zu Fouls. Das Powerplay sah dabei oft nicht schlecht aus, doch es fehlte am Ende etwas Kraft, Konzentration und letztlich auch das Glück. Etwa als Dennis Endras im ADler-Tor Gerrit Fausers Kracher abwehrte, oder als Mannheims Keeper knapp eine Minute vor Schluss schon überwunden schien, die Wolfsburger jubelten, Endras aber auf dem Puck lag. Nur ein Stock hatte das Netz zappeln lassen.

Kurz danach schoss Mannheim noch ins leere Tor zum 4:2. Das war letztlich bedeutungslos.

von Jürgen Braun

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