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„Solche Comebacks geben Selbstvertrauen“

Eishockey – DEL: Siege machen Grizzlys Mut „Solche Comebacks geben Selbstvertrauen“

Mit einem Eishockey-Spektakel haben die Grizzlys Wolfsburg beim 7:6 am Sonntag gegen Bremerhaven nicht nur den direkten Einzug ins Play-Off-Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft praktisch perfekt gemacht. Zugleich war der vierte Sieg in Serie nach zuvor vier Niederlagen am Stück ein dreifaches Signal an die Konkurrenz.

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Das Selbstbewusstsein ist zurück: Brent Aubin markiert hier das vorentscheidende 4:3 in München, zwei Tage später machte er das 6:5 beim 7:6 gegen Bremerhaven, Wolfsburgs viertem Sieg in Folge.

Quelle: Imago

Wolfsburg. Erstens: Auch mit ersatzgeschwächten Grizzlys (ohne Torjäger Alexander Weiß, drei verletzungsbedingt unbesetzte Importplätze) ist zu rechnen. Zweitens: Die Grizzlys können Top-Teams schlagen. Drittens: Sie können Rückstände drehen. So ein Spektakel wie gegen Bremerhaven hatte die Eis-Arena noch nicht erlebt. Da hatte es zwar mal ein 8:6 nach 7:1-Führung gegen Hamburg gegeben, da waren mal gegen Düsseldorf und Köln 0:3-Rückstande in ein 4:3 verwandelt worden. Aber diesmal hieß es 0:2, 1:3, 3:3, 3:5. Die Grizzlys blieben dran, die erste Führung wurde nicht mehr hergegeben.

Und: Es war keine Eintagsfliege. Bei Spitzenreiter und Meister München hatte der Vizemeister das am Freitag ähnlich gemacht. Erst aus einem 0:2 ein 3:2, dann nach Münchens 3:3 gekontert.

Das 4:3 am Freitag und das 6:5 am Sonntag schoss jeweils Brent Aubin. Der Top-Torjäger, der zwischen den beiden Spielen seinen Kontrakt bis 2020 verlängert hatte. Dass die Grizzlys so bissig sind, liegt aber nicht nur an Leistungsträgern wie Aubin, Sebastian Furchner, Tyler Haskins, Gerrit Fauser oder Jeff Likens. Da ist ein Nick Johnson ins Rollen gekommen, da spielen Alexander Karachun und Philip Riefers ihre Rolle gut, da übernehmen Akteure wie Patrick Seifert oder Armin Wurm Verantwortung. Und da bewahrheitet sich die Einschätzung von Verteidiger Jimmy Sharrow: „Nie aufgeben, im Sport kann alles passieren.“

Die Defensivleistung gegen Bremerhaven hatte zwar niemandem behagt, aber, so Kapitän Tyler Haskins: „Solche Comebacks geben Selbstvertrauen.“ Coach Pavel Gross urteilte: „Auch solche Spiele bringen einen weiter!“ - wenn seine Schützlinge das Positive, den Willen mitnehmen und am Rest arbeiten. Gross: „Eishockey spielen geht nicht, wir müssen Eishockey arbeiten.“

von Jürgen Braun

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