Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Seiferts Torhunger: Von wegen „Zufall“

Eishockey: Wolfsburgs Verteidiger bescheiden vor Heimat-Duell Seiferts Torhunger: Von wegen „Zufall“

Zwischendurch mag mal ein Zweifel am Wechsel an ihm genagt haben - Patrick Seifert erlebte eine Katastrophen-Saison bei den Grizzlys, kaum dass er seine Geburtsstadt Augsburg gen Wolfsburg verlassen hatte. Doch aus dieser Katastrophe kam er gestärkt zurück. Fast als Torjäger.

Voriger Artikel
Kein Kulturschock für Dixon
Nächster Artikel
Grizzlys: Torhagel nicht ausgeschlossen

Neue Qualitäten: Nach einer Katastrophen-Saison glänzt Defensiv-Verteidiger Patrick Seifert plötzlich mit für seine Verhältnisse riesigem Torhunger.

Quelle: Imago

Wolfsburg. Wolfsburgs Fans erleben einen neuen Seifert: Sicherer, stabiler und nun auch noch torhungrig. „Eher Zufall“, sagt er bescheiden. Von wegen, sagt Trainer Pavel Gross.

Die DEL hat die Spielpause beendet, die Grizzlys, die in dieser Saison noch nicht gegen Augsburg gespielt haben, erwarten die Fuggerstädter am Freitag (19.30 Uhr). Am kommenden Dienstag gastieren sie dann in Augsburg. Auf diese Partien freut sich Seifert besonders: „Das macht extra Spaß“, sagt er und ahnt: „Jetzt wird mit Tölle öfter getickert“. Tölle, Steffen Tölzer, ist immer noch in Augsburg. Ein Urgestein. Wie Seifert eines war.

Wolfsburgs Vorjahreszugang, der 2015/16 wegen einer Schulterverletzung nur 34 Partien absolvieren konnte und wegen einer Nachoperation auch noch verspätet in die diesjährige Vorbereitung einstieg, fühlt sich hundertprozentig fit. Ein Tor gegen Augsburg würde ihn, das gibt er zu, noch mehr freuen als sein Knaller zum 3:2 beim 4:2 gegen Ingolstadt. Da hatte er mit den Kollegen auf der Bank noch gescherzt, dass so etwas „nur einmal im Leben“ gelingt. In München traf er dann erneut - womit er seine DEL-Torausbeute mal binnen weniger Partien verdoppelt hatte. Alles Zufall? Gross weiß: „Am Anfang hatte er mit unserem System Probleme, jetzt kann er vieles leichter lösen.“ Vor seiner Verletzung war Seifert sogar mal nicht im Kader gewesen.

Jetzt ist er voll dabei, traf und bewies vor dem Treffer zum 3:0 in Köln, den er einleitete, viel Übersicht. Seifert sieht sich dennoch als Defensiv-Verteidiger, der sich freue, wenn er noch öfter treffe. Gross prophezeit: „Das wird passieren.“ Auch, weil er seine Verteidiger stützt, sie fordert zu schießen, Verantwortung zu übernehmen. Mit ähnlichem Mut hatte Armin Wurm das 1:0 gegen Ingolstadt vorbereitet, das Sebastian Furchner dann abstaubte.

rau

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grizzlys Wolfsburg