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Schwerarbeit! Doch im Winkel winkt das Glück

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Schwerarbeit! Doch im Winkel winkt das Glück

Das war eine schwere Geburt – aber danach fragt in Kürze keiner mehr. Drei Punkte zählen! Die Grizzlys Wolfsburg bezwangen gestern im Eishockey-Oberhaus die Straubing Tigers mit 5:3 (2:0, 1:3, 2:0). Vor 2050 Zuschauer trafen Sebastian Furchner und Brent Aubin doppelt, ein Tor schoss Gerrit Fauser.

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Den Weg zum Sieg gefunden: Die Grizzlys bejubelten gestern einen schwer erkämpften 5:3-Erfolg gegen Straubing. Doppel-Torschütze Brent Aubin (r.) und die Wolfsburger stehen nun auf Platz fünf und mit einem Bein im Play-Off-Viertelfinale.

Quelle: Roland Hermstein (2)

Das dritte Spiel binnen fünf Tagen – es hielt, was man befürchten musste: Es war nicht gut. Wolfsburg wirkte müde. Die Gäste waren passiv und hatten dennoch die dicksten Chancen. Denn Wolfsburg machte Fehler ohne Ende, gewährte Straubing regelmäßig freie Fahrt rund um den Torraum – Sebastian Vogl im Tor aber war hellwach.

Sandro Schönberger, Blaine Down, der alle Zeit der Welt hatte, oder Stefan Loibl hätten ihn bezwingen können. Stattdessen aber stand es 2:0 für Wolfsburg. Furchner und Aubin trafen fast von der gleichen Stelle halblinks – jeweils in den Winkel. Aubin hämmerte den Puck sogar durchs Netz – nach Videobeweis zählte der Treffer natürlich. Coach Pavel Gross passte der Auftritt gar nicht. „Pomadig und arrogant“, sagte er. Seine Schützlinge wollten es nicht glauben. Die bis dahin mäßigen Grizzlys ließen nach.

Das ließ Straubing dann doch nicht mehr ungenutzt. Aubin, der clever Matt Climie in Überzahl überwand, stellte auf 3:1, doch die Tigers verkürzten erneut. Auch in Überzahl. Fabio Pfohl hatte sich hinter Gegners Tor eine Strafe eingehandelt. Unnötig. Das mag Gross gar nicht. Was kurz vor der zweiten Pause folgte, mochte er auch nicht – Straubing glich aus.

Die Gäste hatten Oberwasser, das abwehrstärkste Team aber hielt dicht. Und dann hatte Mark Voakes eine der Ideen, für die er bekannt ist: Traum-Weiterleitung auf Aubin, der bediente Fauser – und nun langte der hin und wieder winkte im Winkel das Glück. 4:3.

Jetzt spielte Wolfsburg besonnen in der Defensive, ließ wenig anbrennen. Groß: „Respekt, dass wir trotz 40 schlechter Minuten gewonnen haben.“ Furchner machte alles klar, führte das Team zur Ehrenrunde. In seinem 800. DEL-Spiel (siehe Bericht). Der Torjäger: „Das macht mich schon stolz, ich habe viel erlebt, das weckt Emotionen.“

rau/jsc/aha

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Geht hin, wo es wehtut: Fabio Pfohl (l.) ist schmächtig, scheut aber Zweikämpfe nicht und könnte DEL-Rookie des Jahres werden.

Das war eine Schrecksekunde kurz vor Schluss: Fabio Pfohl hatte einen Ellenbogenstoß Richtung Kopf kassiert, ihm blieb die Luft weg, er spielte am Dienstag gegen Straubing (5:3 für Wolfsburg) nicht zu Ende, kam auch nicht zur Ehrenrunde raus. Aber: Er wird wohl am Freitag (19.30 Uhr) wieder für Wolfsburgs Eishockey-Erstligist in Krefeld spielen können.

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