Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Schläger-Geheimnis: Kapitän hat den längsten

Eishockey Schläger-Geheimnis: Kapitän hat den längsten

Ihre Schläger sind für Eishockey-Profis das Wichtigste, ihre Behandlung und Auswahl eine Wissenschaft. Bei Erstligist EHC Wolfsburg hat, das verrät sein Sturmkollege Gerrit Fauser über die Schläger, „wahrscheinlich unser Kapitän Tyler Haskins den längsten“.

Voriger Artikel
Gross schimpft: „Inakzeptabel“
Nächster Artikel
Fliegaufs Ärger: „Es ist immer das Gleiche!“

Mittellang: Gerrit Fauser zeigt seine Schläger. Ganz links die langen Stecken von Tyler Haskins.

Quelle: Roland Hermstein

Länger oder kürzer - „das hat weniger mit der Größe des Spielers als mit seinen Vorlieben zu tun“, erklärt Fauser. Je länger der Schläger, desto besser muss das Stickhandling sein. Der Reichweitenvorteil wird zum Nachteil, wenn es eng wird im Zweikampf. Sebastian Furchner, der Direktschüsse liebt und dabei oft in die Knie geht, hat einen kurzen Stick.

Kaum ein Spielgerät im Sport wird so vielseitig genutzt wie ein Eishockey-Schläger. Mit diesem Multifunktionsgerät wird geschossen und gepasst (am besten hart und genau), gefoult (verboten) und applaudierend auf die Bande oder das Eis geklopft.

Bis vor 30 Jahren waren Schläger aus Holz. Inzwischen werden hauptsächlich Kunststoffe verwendet.

Um Schüsse abzufeuern, wird der Schläger gespannt, durch Druck aufs Eis gebogen, um in der Vorwärtsbewegung, wenn die Kelle abhebt, einen Katapult-Effekt zu erzielen. Schläger gibt es in den unterschiedlichsten Härtegraden. Je weicher, desto leichter sind sie aufzuziehen, desto schneller kann ein guter Schuss abgegeben werden. Je härter, desto mehr Power kann aufgebaut werden. Es braucht aber auch mehr Zeit. Fauser: „Härtere Schäfte spielen meist Verteidiger.“

Die Krümmung der Kelle ist ein anderes Geheimnis (WAZ berichtete). Damit der Trickserei noch nicht genug. Der Punkt, an dem sich ein Schläger am stärksten biegt, variiert auch. Und kann durch Absägen des oberen Endes verlegt werden. „Es gibt Spieler, die betreiben das wie eine Wissenschaft“, verrät Fauser.

Trotz Hightech-Material geht viel zu Bruch. Das geht dem Klub ganz schön ins Geld. Ein guter Schläger kostet selbst Großeinkäufer EHC 200 Euro. „600 bis 700 brauchen wir im Jahr“ weiß Manager Charly Fliegauf.

rau

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grizzlys Wolfsburg