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Play-Offs in Gefahr: Gründe für die Krise

Eishockey Play-Offs in Gefahr: Gründe für die Krise

Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg in der Krise, die Play-Off-Teilnahme in Gefahr - es fehlen Glück, Form und einige Asse. Die Mannschaft spielt instabil, verliert gern mal mitten im Spiel den Faden, agiert streckenweise kopf- und bisslos, obwohl sie regelmäßig auch beweist, was sie kann. Eine ganze Gemengelage an Gründen hat den EHC möglicherweise dahin und in die Krise mit nur neun Punkten aus den letzten zehn Spielen geführt.

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Abgestürzt: Der Ausfall von Mark Voakes (r.) gehört zu den wichtigsten Gründen für die aktuelle Krise des EHC Wolfsburg.

Quelle: Photowerk (bs)

Krisen hatte der EHC schon öfter. 2012/13 schien das Erreichen der Play-Offs fast unmöglich, in jener Saison war Wolfsburg auch mal Letzter - und am Ende über Platz zehn ins Halbfinale gekommen. Die Aufholjagd begann aber im Januar. Vergangene Saison verlor der EHC mal von sieben Partien sechs, holte in diesem Zeitraum vier Punkte. Nur: da war es Herbst. Jetzt sind es nur noch zwölf Partien, in denen Wolfsburg schnell besser werden muss.

Top-Ausfälle

Mark Voakes (Gehirnerschütterung) hat inzwischen sieben Partien verletzt ausgesetzt, seine 37 Skorerpunkte wurden erst am Sonntag gegen Ingolstadt von Marco Rosa ein- und überholt. Voakes ist ein exzellenter Bullyspieler, dazu war er ein wesentlicher Faktor im Powerplay. Brent Aubin (Bänderverletzung) fehlt seit acht Partien, seine 15 Treffer hat noch niemand eingeholt. Er ist ein Vollstrecker im Powerplay, bildete aber zudem mit Rosa die Achse einer seit seinem Ausfall immer wieder wechselnd besetzten Formation. Solche Ausfälle könnte Mannheim verkraften, der EHC muss es nicht können. Und kann es offenbar auch nicht.

Verletzungen

Dass Aubin noch nicht überboten wurde, könnte auch daran liegen, dass sowohl Sebastian Furchner (13 Tore) als auch Matt Dzieduszycki (11) etliche Partien verletzt verpasst haben. Furchner fehlte sechs Spiele, Dzieduszycki sieben. Tyler Haskins hatte eine Bänderverletzung, Norm Milley war mit einer Knie-Verletzung sieben Partien nicht dabei. Zwischendurch blendeten sich dann Tim Hambly (acht Spiele) und der vielversprechende Peter Lindlbauer (elf Partien) aus. Fast immer fehlten mehrere Asse. Neben Voakes und Aubin muss Wolfsburg im Moment noch den verletzten Verteidiger Armin Wurm und Stürmer Vincenz Mayer ersetzen. Coach Pavel Gross hatte selten die Qual der Wahl.

Leistungs-Ausfälle

Nick Schaus kann die Erwartungen an einen Import-Verteidiger nicht erfüllen, Max Meirandres (bei Förderlizenzpartner Rosenheim) ist keine Alternative.

Formschwäche

Haskins sollte mit 28 Jahren noch nicht am Ende seiner Entwicklung sein, doch er machte in dieser Saison keinen Schritt vorwärts. Eher einen zurück. Das Gleiche gilt für den verletzten Wurm. Dzieduszycki und Milley spielen ihre vielleicht schwächste DEL-Saison, Robbie Bina fehlt es hinten an Souveränität.

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