Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Pavel Gross: Gegen Mannheim fing er an

Eishockey Pavel Gross: Gegen Mannheim fing er an

2013 hat er mit dem EHC Wolfsburg als großer Außenseiter den hohen Favoriten Mannheim aus dem Viertelfinale geworfen, den Klub, mit dem er selbst dreimal deutscher Eishockey-Meister geworden war. Am Freitag brauchen Trainer Pavel Gross und seine Schützlinge Zählbares gegen Mannheim, um sich für die Play-Offs so gut wie möglich zu positionieren. Gegen Mannheim, da werden für Gross Erinnerungen wach - auch das gehört zu kleinen Geheimnissen des EHC.

Voriger Artikel
Ab nächste Woche: Fans in die Kurve
Nächster Artikel
Schaus: Vom Fehlgriff zum Leistungsträger

„Das waren noch Zeiten“: EHC-Trainer Pavel Gross mit dem Sport-Kurier-Sonderheft der Saison 1990/91.

Quelle: Photowerk (mv)

Wolfsburgs Chef-Coach ziert sich ein wenig. „Ich schaue lieber in die Zukunft, die Vergangenheit ist vorbei“, sagt er. Doch als ihm die WAZ ein Exemplar des Sport-Kurier-Sonderheftes der Saison 1990/1991 überreicht, da umspielt doch ein Lächeln seine Lippen. „Das waren noch Zeiten“, sagt er beim Blick auf Spieler wie den damaligen tschechischen Star Milan Chalupa.

„Schauen sie mal, wie unprofessionell das damals war“, sagt Gross dann - typisch für seine rasante Auffassung - nur Sekundenbruchteile nach dem Blick aufs Bild. „Diese Trikots..., wir hatten drei verschiedene rote Trikotsätze. Warum, weiß ich nicht mehr.“

Was er noch weiß: „Mein erstes Bundesliga-Spiel in Deutschland habe ich mit Freiburg gegen Mannheim gemacht.“ Dort spielte damals schon Harold Kreis, mit dem Gross später dreimal Meister mit den Adlern wurde. Sein erstes Tor? „Auch im ersten Spiel gegen Mannheim.“

Als Trainer steht für den einst herausragenden Mittelstürmer in Bundesliga und DEL (356 Punkte in 348 DEL-Partien) die Defensive im Vordergrund. Vielleicht lag es an seinem ersten Trainer. Es war Rudolf Potsch. Den kennen heute nur noch Insider. Der 99-fache tschechische Nationalspieler hatte der Düsseldorfer EG 1972 zum Titel verholfen. Knallhart gegen die Brust war sein Markenzeichen, nach ihm wurde ein korrekter Körperangriff benannt, der Potsch-Check. Auf dem Mannschaftsfoto ist er nicht. Er war noch nicht da.

rau

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grizzlys Wolfsburg