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Nicht nur auf dem Eis: Kampf den Gehirnerschütterungen

Initiative stellt App und Filme vor – Wolfsburger Mediziner gaben Anstoß Nicht nur auf dem Eis: Kampf den Gehirnerschütterungen

Mit verstauchtem Fuß würde keiner mehr Fußball spielen. Nach einer Gehirnerschütterung allerdings tun es viele. Falsch! Gehirnerschütterungen sind eine unterschätzte Verletzung. Eine Initiative unter dem Namen „Schütz deinen Kopf“ ging mal von Wolfsburg aus. Sie wird jetzt erweitert. Mit Lehrfilmen und einer App. Am Donnerstag war Präsentation in der Eis-Arena Wolfsburg.

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Harter Einsatz: Beim Eishockey kommt es oft zu Gehirnerschütterungen. Sie wurden oft unterschätzt. In Wolfsburg wurden am Donnerstag neue Materialien zur Erkennung und Behandlung vorgestellt.

Quelle: Imago

Wolfsburg. Die sehr gut gemachten Filme geben Kindern und Älteren einen kurzen, verständlichen Abriss über Gefahren und mögliche Folgen von Gehirnerschütterungen. Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs wird sich dafür stark machen, dass die Filme und Materialien den Weg in die Vereine und Schulen finden. Rainer Schumacher von den Grizzlys, stellvertretender Präsident des niedersächsischen Eissportverbandes, wird für die Verbreitung in den Eissportklubs sorgen.

Eishockeyspieler sind oft betroffen. „Aber auch in anderen Sportarten kommt es zu Gehirnerschütterungen“, weiß Dr. Wolfgang Klein, Chefarzt der Unfallchirurgie am Klinikum Wolfsburg. Es trifft nicht nur Sportler, weiß Dr. Axel Gänsslen vom Klinikum, der gemeinsam mit Prof. Eckhard Rickels (Neurochirurg; Allgemeines Krankenhaus Celle) den Anstoß zu der Initiative gegeben hatte. Gehirnerschütterungen gibt es ebenso im Schul- und Freizeitsport. Die Initiative will sensibilisieren, für Acht- und Aufmerksamkeit sorgen.

Die App und die Taschenkarte mit wichtigen Tipps helfen Laien, Betreuern oder Eltern, Symptome zu erkennen. Denn nicht immer ist sofort ein Mediziner vor Ort. Extrem wichtig: Auskurieren. Das kann länger dauern, als die Symptome anhalten. Riesengefahr: „Eine zweite Gehirnerschütterung, wenn die erste noch nicht abgeklungen ist.“ Grizzly-Profi Sebastian Furchner hat leidvolle Erfahrung aus einer Zeit, als es zum guten Ton gehörte, die Symptome zu ignorieren, sagt: „Heute würde ich anders reagieren. Lieber einmal zu früh vom Eis als zu spät.“

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